Wie kann man in Affinity Designer retuschieren?

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  1. Grundlagen der Retusche in Affinity Designer
  2. Werkzeuge für die Retusche
  3. Tipps für eine effektive Retusche
  4. Fazit

Affinity Designer ist ein vielseitiges Grafikdesign-Tool, das sich vor allem für Vektorgrafiken eignet, aber auch Werkzeuge zur Bildretusche anbietet. Wenn es darum geht, Fotos oder Grafiken innerhalb von Affinity Designer zu retuschieren, gibt es verschiedene Methoden und Techniken, die man anwenden kann, um unerwünschte Elemente zu entfernen, Fehler zu korrigieren oder die Bildqualität zu verbessern.

Grundlagen der Retusche in Affinity Designer

Obwohl Affinity Designer primär auf Vektorgrafiken spezialisiert ist, bietet es auch Pixel-Painting-Funktionen, die eine Basis für einfache Retusche-Arbeiten schaffen. Das Programm arbeitet mit sogenannten Pixel-Layern, auf denen Bildbearbeitungen vorgenommen werden können, ähnlich wie in einem Bildbearbeitungsprogramm. Um retuschieren zu können, sollte das Bild zunächst in einen Pixel-Layer umgewandelt oder als solches importiert werden.

Werkzeuge für die Retusche

Für konkrete Retusche-Aufgaben stehen in Affinity Designer verschiedene Werkzeuge zur Verfügung. Eines der wichtigsten ist der "Klon-Pinsel", mit dem Bildbereiche kopiert und auf andere Stellen übertragen werden können, um Fehler, Flecken oder unerwünschte Objekte zu entfernen. Ebenso nützlich ist das "Reparatur-Pinsel"-Werkzeug, das ähnlich wie der Klon-Pinsel arbeitet, aber zusätzlich versucht, den zu retuschierenden Bereich anhand der umliegenden Pixel zu harmonisieren.

Darüber hinaus kann man mit dem "Pinsel"-Werkzeug und der Anpassung von Härte, Deckkraft und Fluss gezielt kleine Korrekturen vornehmen, zum Beispiel um Farbunebenheiten zu beheben oder Schatten zu verstärken. Die Ebenenfunktion erlaubt dabei das Arbeiten in mehreren Schichten, sodass Änderungen nicht destruktiv vorgenommen werden und jederzeit angepasst oder rückgängig gemacht werden können.

Tipps für eine effektive Retusche

Eine erfolgreiche Retusche erfordert Geduld und ein gutes Auge für Details. Wichtig ist es, bei der Verwendung von Klon- oder Reparatur-Pinsel mit niedriger Deckkraft zu arbeiten, um nicht sofort harte Kanten oder unnatürliche Übergänge zu erzeugen. Stattdessen baut man Effekte schrittweise auf. Außerdem ist es hilfreich, regelmäßig die Ansicht zu wechseln und das Bild in verschiedenen Zoomstufen zu prüfen, um sowohl die Gesamtwirkung als auch kleine Details im Blick zu behalten.

Wenn komplexere Retusche-Aufgaben anstehen, wie das Entfernen großer Objekte oder das umfassende Überarbeiten von Hautpartien, kann es sinnvoll sein, ergänzend zu Affinity Designer auch ein reines Bildbearbeitungsprogramm wie Affinity Photo zu verwenden, das speziell für diese Zwecke optimiert ist.

Fazit

Affinity Designer bietet grundsätzliche Werkzeuge und Möglichkeiten, um einfache Retusche-Arbeiten direkt im Programm durchzuführen. Insbesondere mit dem Klon- und Reparatur-Pinsel lassen sich kleine Fehler und Störungen schnell ausbessern. Für professionelle und aufwendige Retuschen empfiehlt sich jedoch die Kombination mit spezielleren Programmen. Dennoch ist Affinity Designer eine gute Wahl, wenn die Retusche im Kontext von Grafikdesign-Projekten erfolgen soll, ohne das Programm wechseln zu müssen.

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