Wie kann man in Affinity Designer Grafiken zuschneiden?
- Zuschneiden mit Masken in Affinity Designer
- Alternative: Zuschneiden mit dem Plätzchen-Werkzeug
- Zuschneiden durch Schnittmengen mit Formen
- Fazit zum Zuschneiden von Grafiken in Affinity Designer
Das Zuschneiden von Grafiken ist eine grundlegende Funktion in vielen Grafikprogrammen, auch in Affinity Designer. Wenn man eine Grafik oder ein Objekt zuschneiden möchte, geht es darum, nur einen bestimmten Teil der Grafik sichtbar zu machen und den Rest zu verbergen oder zu entfernen. Affinity Designer bietet verschiedene Methoden, um dies zu erreichen, je nachdem, ob man eine Vektorgrafik oder ein pixelbasiertes Bild bearbeitet.
Zuschneiden mit Masken in Affinity Designer
Die gängigste und flexibelste Methode, um Grafiken in Affinity Designer zuzuschneiden, ist die Verwendung von Masken. Eine Maske legt fest, welche Bereiche der darunterliegenden Grafik sichtbar sind. Man erstellt dazu eine Form, die genau den Bereich definiert, der sichtbar bleiben soll. Diese Form legt man als Maske auf die Grafik. Alles außerhalb der Form wird ausgeblendet, bleibt aber im Projekt erhalten, sodass man später die Maske anpassen oder entfernen kann.
Um eine Maske zu erstellen, zeichnet man zuerst die gewünschte Form, etwa ein Rechteck oder eine komplexe Vektorform. Anschließend legt man diese Form über die Grafik, die man zuschneiden möchte. Im Ebenenbedienfeld zieht man die Maske über die Ziel-Ebene oder wählt beide Objekte aus und verwendet die Funktion Maske erstellen. Dadurch wird die darunterliegende Grafik nur innerhalb der Maske sichtbar.
Alternative: Zuschneiden mit dem Plätzchen-Werkzeug
Für pixelbasierte Bilder bietet Affinity Designer auch eine Art Zuschneiden-Werkzeug ähnlich wie in Affinity Photo. Zwar ist Affinity Designer primär für Vektorgrafiken ausgelegt, dennoch kann man Bilder importieren und mit dem Plätzchen-Werkzeug (Crop Tool) den sichtbaren Bereich beschneiden. Dies funktioniert ähnlich wie bei anderen Bildbearbeitungsprogrammen: Man zieht einen Rahmen um den gewünschten Ausschnitt und bestätigt das Zuschneiden.
Im Unterschied zu Masken wird das Bild dabei tatsächlich beschnitten – die Pixel außerhalb des Rahmens werden entfernt. Das ist hilfreich, wenn man die Bilddatei auf eine bestimmte Größe reduzieren möchte und keine Flexibilität durch Masken benötigt.
Zuschneiden durch Schnittmengen mit Formen
Eine weitere Möglichkeit zum Zuschneiden in Affinity Designer ist die Kombination von Objekten über Boolesche Operationen. Dabei legt man eine Form über die Grafik und verwendet Funktionen wie Schnittmenge, Ausschneiden oder Vereinigung, um das Objekt zu verändern. Wenn man beispielsweise nur den Schnittbereich zweier Formen behalten möchte, kann man so eine zugeschnittene Form erzeugen, die exakt den gewünschten Bereich zeigt.
Diese Methode ist insbesondere für Vektorgrafiken geeignet, da sie die Form der Grafik tatsächlich ändert und keine Maske verwendet. Man sollte sich jedoch bewusst sein, dass dies die ursprüngliche Grafik modifiziert und das Verhalten nicht mehr so flexibel ist wie bei Masken.
Fazit zum Zuschneiden von Grafiken in Affinity Designer
Zusammenfassend hat Affinity Designer mehrere Möglichkeiten, Grafiken zuzuschneiden. Die Verwendung von Masken ist die flexibelste und nicht-destruktive Methode, die besonders bei komplexen Vektorobjekten Vorteile bietet. Für pixelbasierte Bilder kann das Crop-Tool genutzt werden, um das Bild wirklich zu beschneiden. Boolesche Operationen ermöglichen zudem eine destruktive Modifikation durch das Erzeugen von Schnittmengen. Je nach Anwendungsfall sollte man die passende Methode wählen, um das gewünschte Ergebnis optimal zu erreichen.
