Wie kann man eine Flatpak App im Hintergrund ausführen?

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  1. Prinzip der Ausführung von Flatpak-Anwendungen
  2. Flatpak App im Hintergrund starten
  3. Verwendung von nohup und & disown
  4. Apps ohne GUI im Hintergrund laufen lassen
  5. Zusammenfassung

Flatpak ist ein modernes Software-Verteilungssystem, mit dem Anwendungen in einer isolierten Umgebung ausgeführt werden.

Manche Nutzer möchten Flatpak-Apps im Hintergrund laufen lassen, etwa um eine Anwendung dauerhaft zu nutzen, ohne dass ein sichtbares Fenster geöffnet bleibt.

Prinzip der Ausführung von Flatpak-Anwendungen

Flatpak-Apps laufen in einer Sandbox-Umgebung, die unabhängig von der restlichen Systemumgebung ist.

Eine Flatpak-App wird normalerweise mit dem Befehl flatpak run <app-kennung> gestartet.

Standardmäßig öffnet sich dabei die grafische Oberfläche der Anwendung und das Terminal bleibt so lange blockiert, bis die App beendet wird.

Flatpak App im Hintergrund starten

Um eine Flatpak-App im Hintergrund auszuführen, kann man verschiedene Methoden nutzen, die auch bei normalen Linux-Anwendungen angewandt werden.

Eine einfache Möglichkeit ist die Verwendung des Shell-Operators &, der den Start der Anwendung in den Hintergrund verlagert.

Beispielsweise startet flatpak run org.beispiel.App & die Anwendung und gibt die Kontrolle sofort an das Terminal zurück.

Das funktioniert jedoch nur teilweise, wenn die Anwendung eine grafische Oberfläche öffnet – das Fenster zeigt sich trotzdem.

Verwendung von nohup und & disown

Wer möchte, dass die Flatpak-App unabhängig vom Terminal weiterläuft, kann zudem nohup verwenden.

Der Befehl nohup flatpak run org.beispiel.App & sorgt dafür, dass die App auch dann weiterläuft, wenn das Terminal geschlossen wird.

Um das Programm komplett vom Terminal zu lösen, kann man außerdem disown einsetzen.

Apps ohne GUI im Hintergrund laufen lassen

Falls die Flatpak-App keine grafische Oberfläche benötigt und als Dienst oder Daemon ausgelegt ist, kann sie problemlos im Hintergrund laufen, indem man sie einfach im Hintergrundprozess startet.

Manchmal bieten solche Anwendungen zudem eigene Optionen für einen "daemon mode" oder "headless mode", der ebenfalls das Hintergrundlaufen erleichtert.

Zusammenfassung

Um Flatpak-Apps im Hintergrund zu starten, hilft grundsätzlich der Standardmechanismus von Linux, Prozesse mit &, nohup und disown in den Hintergrund zu verlagern und von der aktuellen Terminal-Sitzung zu trennen.

Wichtig ist jedoch zu beachten, dass grafische Anwendungen zwar gestartet werden können, ihr Fenster aber standardmäßig sichtbar bleibt.

Für reine Hintergrundprozesse sollten die jeweiligen Anwendungen dementsprechend ausgelegt sein oder spezifische Optionen bieten.

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