Wie kann man die Größen von Ordnern auflisten?

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  1. Ordnergrößen unter Windows anzeigen
  2. Ordnergrößen unter Linux und macOS mit der Kommandozeile ermitteln
  3. Grafische Programme zur Darstellung der Ordnergrößen auf Unix-Systemen
  4. Fazit – die passende Methode wählen

Das Ermitteln der Größe von Ordnern ist eine wichtige Aufgabe, um den Speicherplatz auf einem Computer oder Server zu überwachen und zu verwalten. Es gibt verschiedene Methoden und Werkzeuge, mit denen man die Ordnergrößen anzeigen kann, je nachdem, welches Betriebssystem man verwendet und ob man eine grafische Benutzeroberfläche oder die Kommandozeile bevorzugt.

Ordnergrößen unter Windows anzeigen

Unter Windows lässt sich die Größe eines einzelnen Ordners sehr einfach über die Eigenschaften ermitteln. Hierzu klickt man mit der rechten Maustaste auf den betreffenden Ordner und wählt Eigenschaften. Im sich öffnenden Fenster wird die Größe des Ordners einschließlich aller Unterordner und Dateien angezeigt. Möchte man jedoch die Größen mehrerer Ordner auf einen Blick sehen, wird es etwas komplizierter, da der Windows Explorer solche Details standardmäßig nicht nebeneinander als Spalte anbietet.

Um eine Übersicht über alle Ordnergrößen in einem Verzeichnis zu bekommen, kann man Programme von Drittanbietern verwenden. Tools wie WinDirStat oder TreeSize bieten eine visuelle Darstellung und Auflistung der Ordnergrößen und helfen so beim Aufspüren großer Dateien und Ordner. Diese Programme analysieren den Speicherplatz und zeigen die Größen übersichtlich an.

Ordnergrößen unter Linux und macOS mit der Kommandozeile ermitteln

Auf Unix-basierten Systemen wie Linux und macOS ist die Kommandozeile ein sehr mächtiges Werkzeug, um Ordnergrößen aufzulisten. Der Befehl du (disk usage) wird hierzu verwendet. Durch passenden Parameter kann man sich eine übersichtliche Liste der Ordnergrößen anzeigen lassen.

Ein gängiger Befehl ist du -h --max-depth=1 (unter Linux), der für jeden Ordner direkt im aktuellen Verzeichnis die Größe mit einer gut lesbaren Einheit (wie Kilo-, Mega- oder Gigabyte) darstellt und nur eine Ebenentiefe in der Anzeige berücksichtigt. Für macOS entspricht ein vergleichbarer Befehl du -h -d 1. So erhält man auf einen Blick, wieviel Speicherplatz jeder Unterordner beansprucht.

Die Ausgabe kann zudem nach Größe sortiert werden, indem man den Befehl beispielsweise mit sort -hr kombiniert, sodass die größten Ordner oben stehen. Dies hilft dabei, schnell Speicherfresser zu identifizieren.

Grafische Programme zur Darstellung der Ordnergrößen auf Unix-Systemen

Wer lieber eine grafische Oberfläche nutzt, für den gibt es auch unter Linux und macOS Programme wie Baobab (Festplattenanalyse) oder GrandPerspective, die auf visuelle Weise die Speicherbelegung darstellen und so die Ordnergrößen anschaulich auflisten. Diese Tools scannen das Dateisystem und zeigen große Ordner farblich hervorgehoben an.

Fazit – die passende Methode wählen

Je nach Einsatzzweck und Betriebssystem steht eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Verfügung, um Ordnergrößen aufzulisten. Für schnelle Einzelabfragen reicht bei Windows oft die Ordner-Eigenschaft, während für eine komplette Übersicht externe Programme oder Kommandozeilen-Tools besser geeignet sind. Unter Linux und macOS ist die Verwendung von du eine praktische Lösung, die sich durch viele Optionen flexibel anpassen lässt.

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