Wie kann man den Verlauf der Remote Desktop Verbindung (Remote Desktop Connection) entfernen?
- Einleitung
- Warum wird der Verlauf gespeichert?
- Verlauf der Remote Desktop Verbindung entfernen
- Zusätzliche Speicherorte und Vorsichtsmaßnahmen
- Alternativen und automatisierte Methoden
- Fazit
Einleitung
Die Remote Desktop Connection (RDC) ist ein praktisches Werkzeug, um von einem Computer aus auf einen anderen zuzugreifen.
Dabei speichert Windows automatisch die Verbindungsverläufe, also zum Beispiel die zuletzt verwendeten Computernamen oder IP-Adressen.
In diesem Artikel wird ausführlich erläutert, wie die Remote Desktop Connection Verlaufseinträge gelöscht werden können.
Warum wird der Verlauf gespeichert?
Windows speichert die Remote Desktop Verbindungseinträge in der Registry, um dem Benutzer das erneute Verbinden zu erleichtern.
So erscheinen beim Start der Remote Desktop Connection die zuletzt genutzten Verbindungsziele in einer Dropdown-Liste.
Dies spart Zeit und vermeidet Fehleingaben. Allerdings kann dieses Verhalten unerwünscht sein, wenn mehrere Personen denselben PC nutzen oder sensible Rechnerzugänge verborgen bleiben sollen.
Verlauf der Remote Desktop Verbindung entfernen
Der Verlauf der Remote Desktop Connection wird in verschiedenen Bereichen der Windows-Registry gespeichert.
HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Terminal Server Client\Default sowie der Ordner Servers innerhalb desselben Pfads.
Um die gespeicherten Verbindungsdaten zu löschen, kann man daher mit dem Registrierungs-Editor (regedit) vorgehen.
Öffnen Sie den Registrierungs-Editor durch Eingabe von regedit im Ausführen-Dialog (Win+R). Navigieren Sie zum oben genannten Pfad.
Dort finden Sie einzelne Einträge mit den Namen der zuletzt verbundenen Computer. Durch Löschen dieser Einträge wird die Historie entfernt.
Alternativ können Sie den gesamten Schlüssel Default oder den Ordner Servers löschen, wodurch der Verlauf komplett zurückgesetzt wird.
Zusätzliche Speicherorte und Vorsichtsmaßnahmen
In manchen Windows-Versionen und Konfigurationen werden zusätzlich Verbindungsinformationen unter dem Pfad
HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Terminal Server Client\MRU gespeichert. MRU steht für "Most Recently Used" und beinhaltet weitere Listen der zuletzt verwendeten Verbindungsziele.
Auch hier kann man einzelne Einträge oder den gesamten Schlüssel löschen, um die Historie zu entfernen.
Da Änderungen an der Registry potenziell das System beeinträchtigen können, ist es ratsam vorab einen Backup der Registry oder ein Wiederherstellungspunkt zu erstellen.
Nach der Löschung empfiehlt sich ein Neustart des Systems oder mindestens ein erneutes Öffnen der Remote Desktop Connection, um zu überprüfen, ob die Historie erfolgreich gelöscht wurde.
Alternativen und automatisierte Methoden
Für Anwender, die nicht gerne manuell in der Registry arbeiten, gibt es Hilfsprogramme und kleinere Skripte, die das Löschen der Remote Desktop-Verlaufseinträge automatisieren können.
Außerdem ist es möglich, über Gruppenrichtlinien bestimmte Funktionen der Remote Desktop Connection zu steuern, z. B. das Speichern von Verbindungsinformationen zu deaktivieren.
Unter Windows Pro und Enterprise kann man mit dem Gruppenrichtlinien-Editor (gpedit.msc) unter
Benutzerkonfiguration > Administrative Vorlagen > Windows-Komponenten > Remotedesktopdienste > Remotedesktopsitzungs-Host > Geräteredirection oder ähnlichen Einträgen bestimmte Speicher- oder Historienfunktionen einschränken oder ausschalten.
Fazit
Das Entfernen des Verlaufs der Remote Desktop Connection ist vor allem für Nutzer wichtig, die ihre Verbindungsdaten nicht dauerhaft gespeichert wissen möchten.
Der einfachste Weg hierfür ist das Löschen der entsprechenden Registry-Einträge unter HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Terminal Server Client\.
Dabei sollte stets Vorsicht walten und im Idealfall eine Sicherung der Registry vorgenommen werden.
Alternativ bieten Gruppenrichtlinien und Tools Möglichkeiten, die Historienfunktion komplett zu deaktivieren oder komfortabel zu verwalten.
