Wie kann ich verhindern, dass OneDrive unerwünschte Dateien synchronisiert?

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  1. Einführung
  2. Auswahl der zu synchronisierenden Ordner
  3. Dateitypen über die OneDrive-Einstellungen begrenzen
  4. Verwendung von .nosync-Dateien und speziellen Ordnern
  5. Exklusion über Dateien mit spezifischen Attributen
  6. Verwendung von Drittanbieter-Tools und Skripten
  7. Best Practices und Zusammenfassung

Einführung

OneDrive synchronisiert standardmäßig alle Dateien und Ordner, die sich in den überwachten Verzeichnissen befinden. Um jedoch unerwünschte Dateien oder bestimmte Dateitypen von der Synchronisation auszuschließen, gibt es verschiedene Methoden. Diese verhindern, dass beispielsweise temporäre, zwischengespeicherte oder private Dateien in die Cloud hochgeladen und möglicherweise mit anderen Geräten geteilt werden.

Auswahl der zu synchronisierenden Ordner

Eine einfache Möglichkeit, unerwünschte Dateien aus der Synchronisation auszuschließen, ist die gezielte Auswahl der Ordner, die OneDrive synchronisieren soll. In den OneDrive-Einstellungen unter "Konto" befindet sich die Option "Ordner auswählen". Über diese Funktion können Sie festlegen, welche Ordner mit der Cloud synchronisiert werden und welche lokal bleiben sollen. Durch das Entfernen von Häkchen bei Ordnern, die unerwünschte Dateien enthalten, werden diese Dateien von der Synchronisation ausgeschlossen.

Dateitypen über die OneDrive-Einstellungen begrenzen

OneDrive bietet keine direkte Möglichkeit in der Benutzeroberfläche, einzelne Dateitypen komplett auszuschließen. Allerdings können Sie über eine erweiterte Konfiguration, wie Gruppenrichtlinien oder Registrierungseinträge (Windows), bestimmte Dateitypen von der Synchronisation ausschließen. Dies ist vor allem in Unternehmensumgebungen üblich. Hierfür wird eine Richtlinie gesetzt, die Dateiendungen definiert, welche OneDrive ignorieren soll. Für Endanwender ist dies allerdings meist zu komplex und erfordert Administratorrechte.

Verwendung von .nosync-Dateien und speziellen Ordnern

Einige Nutzer verwenden Workarounds, um bestimmte Dateien oder Ordner an der Synchronisation zu hindern. So kann durch das Umbenennen oder Verschieben von Dateien in Ordner, die nicht synchronisiert werden, ein Ausschluss erfolgen. Es gibt auch Berichte von speziellen Dateien namens .nosync, die teilweise von Cloud-Diensten ignoriert werden, jedoch ist dies keine offiziell unterstützte Funktion von OneDrive und somit nicht zuverlässig.

Exklusion über Dateien mit spezifischen Attributen

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, Dateien oder Ordner mit Attributen zu versehen, die OneDrive ignoriert. Beispielsweise können Sie versteckte Dateien oder Systemdateien nutzen. OneDrive synchronisiert standardmäßig keine versteckten oder temporären Dateien, daher kann das Setzen des versteckten Attributs auf eine Datei dazu führen, dass diese nicht synchronisiert wird. Dies eignet sich jedoch nur für einzelne Dateien und ist keine zentrale Steuerungsmöglichkeit.

Verwendung von Drittanbieter-Tools und Skripten

Für komplexere Anforderungen, etwa das automatische Ausschließen bestimmter Dateitypen oder -muster, können externe Skripte oder Tools verwendet werden, die vor der Synchronisation unerwünschte Dateien in einen nicht synchronisierten Ordner verschieben oder löschen. Diese Lösung erfordert technisches Know-how und ist eher für versierte Nutzer oder Administratoren geeignet.

Best Practices und Zusammenfassung

Die effektivste und für die meisten Nutzer ausreichend einfache Methode besteht darin, die Synchronisation auf ausgewählte Ordner zu beschränken und darauf zu achten, dass unerwünschte Dateien nur in nicht synchronisierten Verzeichnissen gespeichert werden. Für spezielle Dateitypen, die automatisch ausgeschlossen werden sollen, ist die Einrichtung von Gruppenrichtlinien oder der Einsatz von Skripten möglich, aber aufwändiger. Das Setzen von versteckten Dateiattributen kann bei einzelnen Dateien helfen, ist jedoch keine umfassende Lösung.

Zusammenfassend ist es wichtig, den Speicherort unerwünschter Dateien bewusst zu wählen und die OneDrive-Ordnerauswahl zu verwenden, um eine unerwünschte Synchronisation zu verhindern.

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