Wie kann ich verhindern, dass der Credential Manager dauerhaft im Hintergrund läuft?
- Einleitung zum Credential Manager und seinem Hintergrundbetrieb
- Deaktivierung des Dienstes über die Dienste-Verwaltung
- Auswirkungen und Vorsichtsmaßnahmen bei der Deaktivierung
- Alternativen zur vollständigen Deaktivierung
- Registrierungseingriffe und weitere technische Methoden
- Fazit
Einleitung zum Credential Manager und seinem Hintergrundbetrieb
Der Credential Manager ist eine von Windows bereitgestellte Komponente, die dazu dient, Benutzeranmeldeinformationen sicher zu speichern und bei Bedarf automatisch bereitzustellen. Dies erleichtert vor allem das Anmelden bei Netzwerkanwendungen, Webseiten oder anderen Diensten ohne wiederholte Passworteingabe. Allerdings läuft der Dienst meistens dauerhaft im Hintergrund, um diese Funktionen jederzeit bereitstellen zu können. Wenn Sie den Credential Manager daran hindern möchten, dauerhaft im Hintergrund zu laufen, gibt es einige Vorgehensweisen, die Sie beachten sollten.
Deaktivierung des Dienstes über die Dienste-Verwaltung
Der Credential Manager läuft als Windows-Dienst mit dem Namen Credential Manager oder VaultSvc (Dienstname: VaultSvc). Wenn Sie verhindern möchten, dass dieser Dienst automatisch startet, können Sie die Dienste-Verwaltung von Windows verwenden. Öffnen Sie dazu die Dienste-Konsole, indem Sie die Tastenkombination Win + R drücken, services.msc eingeben und mit Enter bestätigen. In der Liste der Dienste finden Sie den Credential Manager oder VaultSvc. Durch einen Doppelklick auf den Eintrag gelangen Sie zu den Eigenschaften des Dienstes. Dort können Sie den Starttyp auf Manuell oder Deaktiviert setzen. Wenn Sie beispielsweise Deaktiviert wählen, startet der Credential Manager nicht automatisch beim Hochfahren. Beachten Sie jedoch, dass manche Programme oder Windows-Funktionen eventuell nicht mehr reibungslos laufen, wenn der Dienst nicht aktiv ist.
Auswirkungen und Vorsichtsmaßnahmen bei der Deaktivierung
Das Deaktivieren des Credential Manager-Dienstes kann dazu führen, dass gespeicherte Anmeldeinformationen nicht mehr automatisch zur Verfügung stehen, was bei der Anmeldung bei Netzlaufwerken, bestimmten Programmen oder Windows-Funktionen zu Problemen führen kann. Außerdem können Windows-Sicherheitsfunktionen oder Anwendungen, die den Credential Manager nutzen, Fehlermeldungen anzeigen oder nicht mehr korrekt funktionieren. Stellen Sie daher sicher, dass Sie sich diese Konsequenzen bewusst sind und gegebenenfalls vor der Deaktivierung wichtige Zugangsdaten anderweitig speichern.
Alternativen zur vollständigen Deaktivierung
Wenn Sie den Hintergrundbetrieb des Credential Managers nicht komplett verhindern möchten, aber dennoch Ressourcen sparen wollen, besteht eine Möglichkeit darin, gespeicherte Anmeldeinformationen im Credential Manager manuell zu löschen oder zu bearbeiten. So wird verhindert, dass der Dienst häufig aktiv werden muss, um veraltete oder unnötige Daten zu verwalten. Zusätzlich können Sie prüfen, welche Programme den Credential Manager ansprechen und deren Autostart-Verhalten anpassen. In manchen Fällen können bestimmte Hintergrundprozesse oder geplante Aufgaben, die den Credential Manager verwenden, deaktiviert werden, ohne den Dienst selbst zu deaktivieren.
Registrierungseingriffe und weitere technische Methoden
Für fortgeschrittene Nutzer gibt es auch tiefgreifendere Methoden, wie Eingriffe in die Windows-Registrierung oder mittels Gruppenrichtlinien, um den Credential Manager zu steuern. Beispielsweise lassen sich unter Computerkonfiguration → Administrative Vorlagen → System → Anmeldeinformationen verwalten in der Gruppenrichtlinien-Verwaltung Einstellungen vornehmen, die die Verwendung des Credential Managers einschränken. Ändern Sie solche Einstellungen jedoch nur, wenn Sie mit den Konsequenzen vertraut sind, da falsche Anpassungen zu Systeminstabilitäten führen können.
Fazit
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass das dauerhafte Ausführen des Credential Managers im Hintergrund vor allem der Benutzerfreundlichkeit und der Sicherheit dient. Sollten Sie dennoch den Dienst dauerhaft stoppen wollen, erfolgt dies am einfachsten über die Dienste-Verwaltung mit der Anpassung des Starttyps. Eine vollständige Deaktivierung ist technisch möglich, bringt aber funktionale Einschränkungen mit sich. Alternativ empfiehlt es sich, gespeicherte Anmeldeinformationen zu kontrollieren oder über Gruppenrichtlinien gezielt die Nutzung einzuschränken, um den Dienst nur bedingt einzusetzen.
