Wie kann ich verhindern, dass Cryptomator temporäre Dateien im Cloud-Sync-Ordner erstellt?

Melden
  1. Einleitung
  2. Warum werden temporäre Dateien erstellt?
  3. Möglichkeiten zur Vermeidung von temporären Dateien im Cloud-Sync-Ordner
  4. Verschieben des temporären Verzeichnisses
  5. Verwendung eines lokalen Tresors
  6. Optimierung der Synchronisationssoftware
  7. Update und Feedback an Cryptomator
  8. Fazit

Einleitung

Cryptomator ist eine weit verbreitete Lösung zum Verschlüsseln von Dateien in Cloud-Speicheranwendungen. Dabei entstehen während der Nutzung temporäre Dateien, die oft in den synchronisierten Cloud-Ordnern abgelegt werden. Diese temporären Dateien können zu unerwünschtem Synchronisationsverhalten führen, die Cloud-Speicher belegen und eventuell sogar Datenschutzrisiken bergen, wenn sie unverschlüsselt abgelegt werden. Daher besteht häufig der Wunsch, die Erstellung dieser temporären Dateien im Cloud-Sync-Ordner zu verhindern oder zumindest zu minimieren.

Warum werden temporäre Dateien erstellt?

Cryptomator nutzt einen sogenannten Treiber (FUSE bei Linux oder eine virtuelle Laufwerks-Implementation bei Windows/macOS), um den verschlüsselten Tresor als virtuelles Laufwerk bereitzustellen. Beim Öffnen und Bearbeiten von Dateien kann das Programm temporäre Dateien verwenden, um Daten zu puffern, Änderungen zwischenspeichern oder die Integrität der Daten zu gewährleisten. Diese temporären Dateien werden oft im Verzeichnis des Tresors bzw. Cloud-Sync-Ordners angelegt und anschließend wieder gelöscht.

Möglichkeiten zur Vermeidung von temporären Dateien im Cloud-Sync-Ordner

Grundlegend kann das tatsächliche Verhindern von temporären Dateien in Cryptomator schwierig sein, da es sich um einen integralen Bestandteil der Arbeitsweise handelt. Es gibt jedoch einige Ansätze, um die Auswirkungen zu minimieren oder temporäre Dateien an andere Orte auszulagern.

Verschieben des temporären Verzeichnisses

Cryptomator erlaubt es nicht direkt, den Speicherort seiner temporären Dateien zu konfigurieren. Allerdings nutzt die Anwendung teilweise die temporären Verzeichnisse des Betriebssystems, also z.B. %TEMP% bei Windows oder /tmp bei Linux/macOS. Indem man die Umgebungsvariable für temporäre Dateien auf ein Verzeichnis außerhalb des synchronisierten Cloud-Ordners setzt, werden die temporären Dateien außerhalb des Sync-Bereichs gehalten. Dies kann sowohl durch systemweite Einstellungen als auch per Skripte oder Startparameter geschehen.

Verwendung eines lokalen Tresors

Eine weitere Möglichkeit zur Vermeidung von temporären Dateien im Cloud-Sync-Ordner besteht darin, den Tresor lokal auf dem Rechner zu halten und nur die verschlüsselten Dateien in den Cloud-Ordner zu verschieben oder dort zu belassen. Cryptomator erstellt die verschlüsselten Dateien in einem normalen Ordner, der mit dem Cloud-Speicher synchronisiert wird. Wenn die Entschlüsselung und Bearbeitung ausschließlich lokal stattfinden, entstehen keine temporären Dateien im Cloud-Verzeichnis. Dies erfordert jedoch, dass immer nur an einem Ort mit den Dateien gearbeitet wird oder der Synchronisierungsmechanismus clever verwendet wird.

Optimierung der Synchronisationssoftware

Manche Cloud-Sync-Clients bieten Optionen, um temporäre Dateien bzw. bestimmte Dateitypen vom Sync auszuschließen oder erst zu synchronisieren, wenn der Schreibvorgang abgeschlossen ist. So kann das Problem zumindest abgeschwächt werden, wenn temporäre Dateien eine gewisse Endung besitzen oder in einem klar definierten Verzeichnis liegen. Leider ist dies bei Cryptomator temporären Dateien nicht immer eindeutig möglich, da sie oft keine einheitliche Dateiendung haben und teilweise direkt im Tresorordner abgelegt werden.

Update und Feedback an Cryptomator

Die Entwickler von Cryptomator arbeiten kontinuierlich daran, die Integration mit Cloud-Speichern zu verbessern. In neueren Versionen kann sich das Verhalten bezüglich temporärer Dateien geändert haben. Es empfiehlt sich daher, stets die aktuellste Version zu verwenden. Zudem kann das Einbringen von Feedback oder Feature-Anfragen an das Cryptomator-Projekt helfen, Funktionen zur flexibleren Handhabung temporärer Dateien zu implementieren. Die Entwickler sind meist über GitHub oder die offiziellen Foren erreichbar.

Fazit

Die vollständige Vermeidung von temporären Dateien innerhalb des Cloud-Sync-Ordners bei Verwendung von Cryptomator ist nicht trivial, da diese Dateien zum reibungslosen Betrieb der Software benötigt werden. Ein sinnvoller Ansatz ist es, Umgebungsvariablen für temporäre Dateien so zu setzen, dass diese nicht in den synchronisierten Ordner fallen, den Tresor lokal zu führen oder die Synchronisationssoftware so zu konfigurieren, dass temporäre Dateien nicht synchronisiert werden. Zudem ist das regelmäßige Aktualisieren der Cryptomator-Version und der Austausch mit der Community empfehlenswert, um bestmögliche Lösungen zu finden.

0

Kommentare