Wie kann ich Streamlabs OBS über die Grafikkarte streamen?

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  1. Warum macht es Sinn, die Grafikkarte zum Streamen zu verwenden?
  2. Wie stellt man in Streamlabs OBS ein, dass die Grafikkarte für die Kodierung genutzt wird?
  3. Was muss man bei der Nutzung der Grafikkarte beachten?
  4. Fazit

Wenn du Streamlabs OBS verwendest und deine Grafikkarte für das Streaming nutzen möchtest, stellt sich oft die Frage, wie das am besten funktioniert. Eine Grafikkarte kann beim Streaming erhebliche Vorteile bieten, indem sie die Videokodierung übernimmt und so den Prozessor entlastet. Dies führt zu einer verbesserten Performance und besserer Bildqualität während des Streams. Im Folgenden erklären wir detailliert, wie du Streamlabs OBS so einrichtest, dass die Grafikkarte für das Streaming verwendet wird.

Warum macht es Sinn, die Grafikkarte zum Streamen zu verwenden?

Bisher war das Streaming oft CPU-basiert, das heißt, die Prozessorleistung wurde genutzt, um das Videomaterial zu kodieren. Das kann gerade bei leistungshungrigen Spielen dazu führen, dass die CPU stark ausgelastet ist, was wiederum die Spielperformance oder die Streamqualität beeinträchtigt. Moderne Grafikkarten bieten dedizierte Hardware-Codecs wie NVENC bei NVIDIA-Karten oder VCE/AVC bei AMD-Karten, die die Video-Kodierung separat und sehr effizient verarbeiten. Dadurch wird die CPU entlastet und das System läuft flüssiger, während gleichzeitig eine hochwertige Videoqualität erhalten bleibt.

Wie stellt man in Streamlabs OBS ein, dass die Grafikkarte für die Kodierung genutzt wird?

Um die Grafikkarte für das Streaming in Streamlabs OBS zu nutzen, muss man beim Encoder in den Einstellungen die passende Option auswählen. Öffne hierfür Streamlabs OBS und gehe zu den Einstellungen. Dort findest du unter dem Reiter "Ausgabe" oder "Output" die Option für den Encoder. Standardmäßig ist häufig der Software-Encoder x264 eingestellt, der über die CPU läuft. Um die Grafikkarte zu verwenden, solltest du stattdessen einen Hardware-Encoder wie NVENC (bei NVIDIA-Grafikkarten) oder AMD VCE (bei AMD-Karten) auswählen.

Wähle also im Encoder-Menü NVIDIA NVENC H.264 oder eine ähnliche Variante aus. Dadurch nutzt Streamlabs OBS direkt den Hardware-Encoder deiner Grafikkarte für die Videokodierung. Manche Systeme unterstützen auch NVENC HEVC für eine noch modernere Kodierung, die aber etwas mehr Leistung braucht und nicht von allen Streaming-Plattformen unterstützt wird.

Was muss man bei der Nutzung der Grafikkarte beachten?

Obwohl die Nutzung der Grafikkarte viele Vorteile mit sich bringt, sollte man einige Dinge beachten. Die Grafikkarte übernimmt nun nicht nur die Spiele- oder Grafikrendering-Aufgaben, sondern zusätzlich die Videokodierung. Das kann bei schwächeren oder älteren GPUs zu einer höheren Auslastung führen. Außerdem unterstützten nicht alle Grafikkarten jeden Hardware-Encoder oder alle Kodierungsmodi.

Daher ist es ratsam, die Performance des Systems während des Streams im Auge zu behalten und bei Bedarf die Kodierungseinstellungen anzupassen. Man kann beispielsweise die Bitrate oder den Preset-Level des Encoders verändern, um eine optimale Balance zwischen Qualität und Leistung zu finden. Zudem sollte der Grafikkartentreiber unbedingt aktuell gehalten werden, um Kompatibilität und Stabilität sicherzustellen.

Fazit

Das Streamen über die Grafikkarte in Streamlabs OBS ist in der Regel die bessere Wahl, wenn eine moderne GPU vorhanden ist. Durch die Nutzung von NVENC oder ähnlichen Hardware-Encodern werden sowohl die CPU entlastet als auch eine hohe Streaming-Qualität ermöglicht. Die Einrichtung ist relativ einfach, indem man den entsprechenden Encoder in den Streamlabs OBS-Einstellungen auswählt. Allerdings sollte man die Auslastung der Grafikkarte beobachten und bei Bedarf die Einstellungen anpassen, um ein optimales Streaming-Erlebnis zu gewährleisten.

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