Wie kann ich mit Unetbootin eine persistente Speicherung auf dem USB-Stick einrichten?

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  1. Einleitung
  2. Vorbereitungen
  3. UNetbootin starten und USB-Stick auswählen
  4. Persistente Speicherung konfigurieren
  5. Bootfähigen USB-Stick erstellen
  6. USB-Stick testen und persistenten Modus nutzen
  7. Wichtige Hinweise

Einleitung

UNetbootin ist ein weit verbreitetes Tool, mit dem man bootfähige USB-Sticks erstellen kann. Ein häufig gewünschtes Feature ist es, eine sogenannte persistente Speicherung einzurichten, damit Änderungen, Einstellungen oder Daten auf dem USB-Stick gespeichert und auch nach einem Neustart des Systems erhalten bleiben. Dies wird häufig bei Live-Linux-Distributionen genutzt, um den USB-Stick als portables Betriebssystem mit individuellen Einstellungen zu verwenden.

Vorbereitungen

Bevor du mit UNetbootin beginnst, stelle sicher, dass dein USB-Stick ausreichend Speicherplatz besitzt. Für eine persistente Speicherung sollten idealerweise mindestens 4 GB frei sein, besser mehr – abhängig davon, wie viel Platz du für deine Änderungen behalten möchtest. Außerdem solltest du die ISO-Datei der gewünschten Linux-Distribution bereits heruntergeladen haben. Beliebte Live-Systeme, die persistente Speicherung unterstützen, sind zum Beispiel Ubuntu oder Linux Mint.

UNetbootin starten und USB-Stick auswählen

Starte UNetbootin mit Administrator-Rechten. Im Programm wählst du zunächst die Option, eine ISO-Datei zu verwenden, und gibst den Pfad zu deiner heruntergeladenen Linux-ISO an. Anschließend wählst du als Laufwerk deinen USB-Stick aus. Achte darauf, das richtige Laufwerk auszuwählen, da alle Daten auf dem Stick gelöscht werden.

Persistente Speicherung konfigurieren

Ein wichtiger Schritt ist das Aktivieren der persistenten Speicherung. Unter dem Eingabefeld für die ISO-Datei findest du in UNetbootin ein Feld mit der Bezeichnung Speicherplatz für persistente Speicherung (in MB) oder ähnlich. Hier kannst du die Größe in Megabyte festlegen, die als Speicher für die persistente Speicherung reserviert werden soll. Gib hier beispielsweise 1024 für 1 GB ein. UNetbootin wird daraufhin eine Speicherdatei namens casper-rw auf deinem USB-Stick erzeugen, die die persistente Datenhaltung ermöglicht.

Bootfähigen USB-Stick erstellen

Nachdem du alle Einstellungen getroffen hast, klicke auf OK oder Start, um den Prozess zu starten. UNetbootin kopiert nun die Systemdateien auf den USB-Stick, erstellt die nötigen Bootdateien und reserviert den persistenten Speicherplatz. Dieser Vorgang kann mehrere Minuten dauern, abhängig von der Geschwindigkeit des USB-Sticks und deines Computers.

USB-Stick testen und persistenten Modus nutzen

Wenn UNetbootin fertig ist, kannst du den USB-Stick sicher entfernen und an einem beliebigen Computer booten. Im Boot-Menü solltest du keinen Unterschied erkennen, außer dass alle Änderungen, die du im Live-System vornimmst – zum Beispiel neue Programme installieren, Dateien speichern oder Systemeinstellungen ändern – beim nächsten Start nach wie vor vorhanden sind. So bietet die persistente Speicherung eine flexible Möglichkeit, ein mobiles und anpassbares Live-Betriebssystem auf USB-Stick zu nutzen.

Wichtige Hinweise

Die Funktionalität der persistenten Speicherung hängt auch von der gewählten Linux-Distribution ab. Nicht alle Live-Systeme unterstützen diese Funktion in vollem Umfang. Zudem ist die Geschwindigkeit der persistente Speicherung durch die Performance deines USB-Sticks begrenzt. Für eine zuverlässige Nutzung empfiehlt es sich, schnelle USB-Sticks mit USB 3.0 oder höher zu verwenden.

Falls du während des Bootvorgangs Probleme hast, überprüfe, ob im Boot-Menü eventuell eine Option für persistent aktiviert werden muss. Manche Distributionen erfordern dies, um die persistente Speicherung zu aktivieren.

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