Wie kann ich in TortoiseGit große Dateien vom Commit ausschließen?

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  1. Verwendung der .gitignore-Datei
  2. Manuelles Entfernen großer Dateien vor dem Commit
  3. Git Large File Storage (Git LFS) als Alternative
  4. Fazit

Wenn Sie in TortoiseGit arbeiten und große Dateien vom Commit ausschließen möchten, gibt es verschiedene Möglichkeiten, dies zu erreichen. Im Gegensatz zu einfachen Dateien, die man manuell aus einem Commit entfernen kann, erfordern große Dateien oft eine gezieltere Strategie, weil sie das Repository unnötig aufblähen können oder die Übertragungszeiten erheblich verlängern.

Verwendung der .gitignore-Datei

Der häufigste Ansatz besteht darin, große Dateien bereits davor zu schützen, dass sie überhaupt ins Commit aufgenommen werden. Dies erreicht man, indem man eine .gitignore-Datei verwendet. In dieser Datei werden Regeln definiert, welche Dateitypen oder einzelne Dateien Git ignorieren soll. Damit TortoiseGit große Dateien nicht im Commit anzeigt, müssen Sie diese in der .gitignore Datei aufführen. Beispielsweise können Sie Dateitypen wie .zip oder .iso ausschließen. Nachdem Sie die Datei geändert haben, erkennt TortoiseGit, dass diese Dateien nicht versioniert werden sollen und zeigt sie entsprechend an.

Manuelles Entfernen großer Dateien vor dem Commit

Falls große Dateien bereits zur Staging-Area (Index) hinzugefügt wurden, sie aber nicht committet werden sollen, können Sie sie vor dem Commit wieder entfernen. In TortoiseGit können Sie im Commit-Dialog die Dateien auswählen, die Sie commiten wollen. Große Dateien können Sie einfach abwählen. Alternativ können Sie über die Kommandozeile mit dem Befehl git reset HEAD <Dateipfad> das Staging der Dateien aufheben. Dann erscheinen diese Dateien wieder als unversioniert und werden nicht committet.

Git Large File Storage (Git LFS) als Alternative

Für Projekte, die große Binärdateien oder große Dateien generell handhaben müssen, empfiehlt sich die Verwendung von Git Large File Storage (Git LFS). Git LFS sorgt dafür, dass die großen Dateien nicht direkt im Repository, sondern in einem separaten Speicher abgelegt werden und nur Platzhalterdateien im Git-Repository verbleiben. In TortoiseGit wird Git LFS unterstützt und Sie können große Dateien so integrieren, ohne das Repository zu überladen. Die Einrichtung erfolgt durch Installation von Git LFS, Initialisierung im Repository mit git lfs install und Konfiguration, welche Dateitypen über LFS verwaltet werden sollen, z.B. git lfs track "*.psd". Danach werden die entsprechenden großen Dateien automatisch als LFS-Dateien behandelt.

Fazit

Um große Dateien vom Commit in TortoiseGit auszuschließen, sollten Sie zunächst sicherstellen, dass diese Dateien in der .gitignore Datei gelistet sind, damit sie erst gar nicht in die Versionskontrolle gelangen. Wenn die Dateien bereits gestaged wurden, können Sie diese vor dem Commit im Dialog abwählen oder per Kommandozeile das Staging entfernen. Für Projekte, die regelmäßig mit großen Dateien arbeiten, ist der Einsatz von Git LFS dringend zu empfehlen, da es speziell für die Verwaltung großer Dateien entwickelt wurde und nahtlos in TortoiseGit integriert werden kann. So bewahren Sie Ihr Repository vor unnötiger Größe und behalten zugleich eine gute Kontrolle über Ihre Dateien.

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