Wie kann ich in GNOME Boxes einer existierenden VM eine zusätzliche Festplatte hinzufügen?
- Kurzbeschreibung des Problems und Kontext
- Mögliche Vorgehensweisen
- Konkrete Schritte (Beispiel mit Terminal-Befehlen)
- Was danach innerhalb der VM zu tun ist
- Hinweise und Risiken
# Wie kann ich in GNOME Boxes einer existierenden VM eine zusätzliche Festplatte hinzufügen?
Kurzbeschreibung des Problems und Kontext
GNOME Boxes ist eine einfache Virtualisierungsoberfläche für Libvirt/QEMU, die primär für Benutzer gedacht ist, die VMs schnell erstellen und starten wollen. Im Gegensatz zu vollwertigen GUIs wie virt-manager fehlen in Boxes manche erweiterten Funktionen direkt in der Oberfläche. Die Frage „gnome boxes add disk“ zielt darauf ab, wie man einer bereits existierenden virtuellen Maschine in GNOME Boxes zusätzlichen Speicher (eine neue virtuelle Festplatte) hinzufügt.
Mögliche Vorgehensweisen
Direkt in der GNOME Boxes-Oberfläche gibt es keine eindeutige Schaltfläche „Festplatte hinzufügen“ für existierende VMs. Deshalb nutzt man zwei Wege: a) eine neue Festplatte mittels libvirt/qemu-Tools anlegen und an die VM anhängen, oder b) eine neue VM mit zusätzlichem Speicher erstellen, falls die Oberfläche das bei Neuanlage zulässt. Der gebräuchlichere und flexiblere Weg ist, die libvirt-Backend-Tools zu verwenden.
Konkrete Schritte (Beispiel mit Terminal-Befehlen)
Zuerst die VM stoppen, dann eine neue qcow2-Datei anlegen und an die VM definieren. Beispiel: VM-Name sei „meine-vm“, neue Festplatte 20 GB, Speicherort /var/lib/libvirt/images.
sudo virsh shutdown "meine-vm"
sudo qemu-img create -f qcow2 /var/lib/libvirt/images/meine-vm-disk2.qcow2 20G
sudo virsh attach-disk "meine-vm" /var/lib/libvirt/images/meine-vm-disk2.qcow2 vdb --persistent
sudo virsh start "meine-vm"
Erklärung: virsh shutdown fährt die VM sauber herunter. qemu-img create erzeugt eine qcow2-Image-Datei mit der gewünschten Größe. virsh attach-disk hängt die Datei als neues Blockgerät an (hier als vdb), mit --persistent wird die Änderung in der VM-Konfiguration gespeichert. Abschließend VM wieder starten.
Was danach innerhalb der VM zu tun ist
Nach dem Start erkennt das Gastbetriebssystem das neue Blockgerät (z. B. /dev/vdb). Es muss partitioniert, formatiert und ins Dateisystem eingebunden werden. Typische Befehle unter Linux im Gast wären fdisk/parted, mkfs.ext4 und mount oder Anpassung von /etc/fstab. Windows-Gäste würden Datenträgerverwaltung zur Initialisierung verwenden.
Hinweise und Risiken
Root-Rechte auf dem Host nötig. Backup wichtiger VM-Daten empfehlen. Dateipfade und Gerätebezeichnungen (vdb, sdb) können variieren; prüfen mit virsh domblklist bzw. innerhalb des Gasts mit lsblk. GNOME Boxes kann VMs verwalten, die libvirt benutzt; direkte Änderungen an der libvirt-Konfiguration sind kompatibel, aber bei Updates Vorsicht walten lassen.
Wenn du willst, kann ich die Befehle an deinen VM-Namen, gewünschten Speicherort oder Dateiformat anpassen oder den Ablauf für ein Windows-Gast konkreter beschreiben.
