Wie kann ich in Adobe Premiere die Grafikkarte auswählen?
- Warum ist die Auswahl der Grafikkarte in Adobe Premiere wichtig?
- Wie erkennt Adobe Premiere, welche Grafikkarte verwendet wird?
- Wie kann man in Adobe Premiere manuell die Grafikkarte auswählen?
- Wie kann man die Grafikkartenbeschleunigung in Adobe Premiere aktivieren?
- Fazit
Warum ist die Auswahl der Grafikkarte in Adobe Premiere wichtig?
Die Grafikkarte, auch GPU (Graphics Processing Unit) genannt, spielt in Adobe Premiere eine zentrale Rolle bei der Videobearbeitung und -wiedergabe. Eine leistungsfähige Grafikkarte kann die Vorschau flüssiger machen, Renderzeiten verkürzen und die Effekte schneller berechnen. Besonders bei 4K-Material oder komplexen Effekten ist eine gute GPU von großem Vorteil. Daher ist es sinnvoll, in Adobe Premiere gezielt auszuwählen, welche Grafikkarte genutzt werden soll, vor allem wenn Ihr System über mehrere GPUs verfügt.
Wie erkennt Adobe Premiere, welche Grafikkarte verwendet wird?
Adobe Premiere verwendet standardmäßig die Grafikkarte, die als Haupt-GPU vom Betriebssystem definiert wurde. Bei Systemen mit nur einer Grafikkarte ist dies oftmals unproblematisch. In Geräten mit mehreren Grafikkarten, wie zum Beispiel einem Laptop mit integrierter Intel-GPU und einer dedizierten NVIDIA- oder AMD-GPU, wählt das Programm aber meist automatisch die leistungsfähigere GPU aus. Allerdings kann es vorkommen, dass Premiere aus Performancegründen oder Kompatibilitätsproblemen nicht die gewünschte Grafikkarte nutzt.
Wie kann man in Adobe Premiere manuell die Grafikkarte auswählen?
In Adobe Premiere selbst gibt es keine direkte Einstellung, um die GPU manuell auszuwählen. Die Auswahl erfolgt primär automatisch über die Systemeinstellungen beziehungsweise die Grafikkartensteuerung des Betriebssystems oder der Grafikkartensoftware. Um sicherzustellen, dass Premiere die richtige GPU nutzt, sollten Sie folgende Schritte beachten:
Unter Windows empfiehlt es sich, in den NVIDIA- oder AMD-Systemsteuerungen die Premiere.exe gezielt der bevorzugten Grafikkarte zuzuweisen. Zum Beispiel können Sie in der NVIDIA-Systemsteuerung unter "3D-Einstellungen verwalten" ein Programmprofil für Adobe Premiere Pro erstellen und als bevorzugten Grafikprozessor die leistungsfähige GPU festlegen.
Windows 10 und 11 bieten außerdem unter "Einstellungen" > "System" > "Anzeige" > "Grafikeinstellungen" die Möglichkeit, eine App zu definieren und festzulegen, ob sie die integrierte GPU oder die Hochleistungs-GPU nutzen soll. Hier können Sie Adobe Premiere.exe hinzufügen und die potente GPU zuweisen.
Mac-Nutzer müssen sich meist keine Sorgen machen, da macOS die GPU-Auswahl optimiert und Adobe Premiere automatisch die stärkere GPU verwendet. Bei manchen externen GPU-Lösungen (eGPUs) kann es aber Sinn machen, sicherzustellen, dass Premiere die eGPU nutzt.
Wie kann man die Grafikkartenbeschleunigung in Adobe Premiere aktivieren?
Neben der Auswahl der Grafikkarte ist es wichtig, in Adobe Premiere die GPU-Beschleunigung zu aktivieren, um die Leistung optimal auszunutzen. Im Projektfenster unter "Datei" > "Projekteinstellungen" > "Allgemein" gibt es die Option zur Renderer-Auswahl. Hier sollte "Mercury Playback Engine GPU-Beschleunigung (OpenCL oder CUDA)" ausgewählt sein, je nachdem, welche Grafikkarte Sie besitzen.
Diese Einstellung stellt sicher, dass Effekte, Rendering und Wiedergabe mit der GPU-Beschleunigung ausgeführt werden, was die Performance deutlich steigern kann.
Fazit
Eine direkte Auswahl der Grafikkarte innerhalb von Adobe Premiere gibt es nicht, aber über die Betriebssystem- und Grafikkartensoftware-Einstellungen können Sie steuern, mit welcher GPU Premiere arbeitet. Achten Sie außerdem darauf, die GPU-Beschleunigung im Projekt zu aktivieren, um eine optimale Performance zu gewährleisten. So profitieren Sie voll von der Leistungsfähigkeit Ihrer Hardware bei der Videobearbeitung.
