Wie kann ich die Leistung von Windows in Parallels Desktop verbessern?

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  1. Optimierung der Ressourcenverteilung in Parallels Desktop
  2. Optimierung der Parallels Desktop Einstellungen
  3. Wartung und Optimierung von Windows in der VM
  4. Verwendung von SSD und Anpassung der Festplattenoptionen
  5. Zusätzliche Tipps zur Leistungssteigerung

Optimierung der Ressourcenverteilung in Parallels Desktop

Um die Leistung von Windows in Parallels Desktop spürbar zu verbessern, ist es essenziell, die Ressourcenverteilung gezielt anzupassen. Parallels Desktop erlaubt Ihnen, CPU-Kerne und Arbeitsspeicher für die virtuelle Maschine (VM) zuzuweisen. Für eine reibungslose Performance sollten Sie sicherstellen, dass ausreichend CPU-Kerne, idealerweise mindestens die Hälfte Ihrer verfügbaren Kerne, der VM zugeordnet sind. Gleiches gilt für den Arbeitsspeicher: Je mehr RAM Sie der VM zuteilen, desto besser kann Windows arbeiten, ohne auf Auslagerungsdateien oder langsame Speicherabschnitte zurückgreifen zu müssen. Achten Sie jedoch darauf, Ihrem Host-System ausreichend Ressourcen zu belassen, damit auch macOS flüssig läuft.

Optimierung der Parallels Desktop Einstellungen

Parallels Desktop bietet zahlreiche Optionen zur Leistungssteigerung, die Sie in den Einstellungen der virtuellen Maschine finden. Die Aktivierung der "Coherence"-Ansicht kann zwar die Integration mit macOS verbessern, belastet die VM aber gelegentlich zusätzlich. Für hohe Performance empfiehlt sich die Nutzung des "Modus Vollbild" oder der "Modus Fenster", je nach Bedarf. Eine besonders effektive Maßnahme ist das Deaktivieren nicht benötigter Geräte wie Soundkarten, Drucker oder USB-Controller, die zusätzliche Ressourcen beanspruchen. Zudem kann die Anpassung der Grafikleistung, z.B. durch Reduzierung der zugewiesenen VRAM-Menge, bei geringeren Anforderungen die Gesamtleistung steigern. Die Einstellung der Energieoptionen in Windows innerhalb der VM auf "Höchstleistung" sorgt dafür, dass das Betriebssystem alle verfügbaren Ressourcen optimal nutzt.

Wartung und Optimierung von Windows in der VM

Auch die Pflege des Windows-Systems selbst trägt wesentlich zur Performance bei. Regelmäßige Updates sind wichtig, um Sicherheitslücken zu schließen und die Systemeffizienz zu verbessern. Darüber hinaus hilft das Bereinigen temporärer Dateien sowie das Deaktivieren unnötiger Autostart-Programme, die Ressourcenbelastung zu verringern. Das Defragmentieren der virtuellen Festplatte ist bei Verwendung von herkömmlichen Festplattenimage-Dateien sinnvoll, um Zugriffszeiten zu verkürzen. Ferner empfiehlt es sich, Antiviren-Scans zu planen, sodass sie nicht während ressourcenintensiver Arbeiten stattfinden. Wenn möglich, kann die Installation von Parallels Tools in der VM viele Treiberoptimierungen und Integrationen bereitstellen, die für eine flüssigere Darstellung und schnelleren Datenaustausch zwischen Host und VM sorgen.

Verwendung von SSD und Anpassung der Festplattenoptionen

Da die Festplattengeschwindigkeit ein häufiges Nadelöhr ist, sollten Sie sicherstellen, dass die virtuellen Festplattendateien auf einer schnellen SSD gespeichert sind. Solid State Drives bieten deutlich schneller Zugriffszeiten als herkömmliche HDDs und verringern dadurch Wartezeiten beim Laden von Programmen oder Daten. Zudem kann innerhalb von Parallels das Festplatten-Caching aktiviert werden, was temporäre Schreib- und Lesezugriffe beschleunigt. Wenn Sie mit mehreren virtuellen Laufwerken arbeiten, kann es sinnvoll sein, diese auf unterschiedliche physische Datenträger zu verteilen. Eine weitere Möglichkeit zur Verbesserung der Leistung kann die Komprimierung und Optimierung der virtuellen Festplattendatei mittels Parallels-integrierter Werkzeuge sein, um die Dateigröße zu minimieren und die Datenzugriffe effizienter zu gestalten.

Zusätzliche Tipps zur Leistungssteigerung

Die Nutzung der neuesten Version von Parallels Desktop garantiert oft verbesserte Performance durch Optimierungen und Fehlerbehebungen. Ebenso sollte macOS selbst auf dem aktuellen Stand sein, um Kompatibilitätsprobleme zu vermeiden. Es kann vorteilhaft sein, Hintergrundanwendungen auf dem Mac zu beenden, die CPU und RAM beanspruchen, während Sie die VM verwenden. Bei Bedarf lässt sich auch die Netzwerkkonnektivität einschränken, um Bandbreite für andere Anwendungen zu reservieren. Schließlich lohnt sich der Blick auf spezielle Einstellungen wie die Steuerung der Energieverwaltung bei Laptops, sodass der Mac seine Leistung nicht drosselt, während die virtuelle Maschine aktiv ist.

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