Wie kann ich die CPU-Auslastung durch OBS Studio reduzieren?

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  1. Optimierung der Encoder-Einstellungen
  2. Anpassung der Kodierungsvoreinstellungen
  3. Reduzierung der Ausgabeauflösung und Bildrate
  4. Verringern der Anzahl der Quellen und Szenenkomplexität
  5. Verwendung der neuesten OBS-Version und Grafikkartentreiber
  6. Allgemeine Systemoptimierungen
  7. Zusammenfassung

Optimierung der Encoder-Einstellungen

Einer der größten Einflussfaktoren auf die CPU-Auslastung bei der Nutzung von OBS Studio ist der verwendete Encoder. Die Software-Encoder wie x264 sind besonders CPU-intensiv, da sie die Codierung komplett durch den Prozessor durchführen. Um die CPU-Auslastung zu senken, empfiehlt es sich, stattdessen auf Hardware-Encoder umzusteigen, die speziell für Video-Codierung optimiert sind, wie zum Beispiel NVENC von NVIDIA, AMF von AMD oder Quick Sync von Intel. Diese Encoder entlasten die CPU deutlich, da sie die Codierung auf dedizierte Hardware-Einheiten auslagern.

Anpassung der Kodierungsvoreinstellungen

Innerhalb der Encoder-Einstellungen gibt es oft verschiedene Voreinstellungen, die den Kompromiss zwischen Qualität und CPU-Auslastung beeinflussen. Besitzt man beispielsweise einen hochwertigen Prozessor, kann man mit der Voreinstellung Qualität eine höhere Bildqualität erzielen, die aber mehr CPU-Leistung verschlingt. Für niedrigere CPU-Belastung sollten Sie eine Voreinstellung wie Performance oder Faster wählen, da diese etwas schnellere, weniger rechenintensive Kodierungen vornehmen und somit die CPU-Schonung verbessern.

Reduzierung der Ausgabeauflösung und Bildrate

Eine höhere Auflösung und eine hohe Bildrate ziehen mehr Rechenleistung nach sich. Wenn Sie beispielsweise in 1080p mit 60 Bildern pro Sekunde streamen, ist die CPU-Auslastung deutlich höher als bei 720p mit 30 FPS. Das Herabsetzen der Auflösung auf 720p oder sogar 480p, sowie das Reduzieren der Bildrate auf 30 FPS statt 60 FPS, kann die CPU-Belastung merklich verringern. Dies ist vor allem sinnvoll bei älteren oder weniger leistungsfähigen Systemen.

Verringern der Anzahl der Quellen und Szenenkomplexität

Je mehr Quellen (Videoquellen, Fensteraufnahmen, Browser-Overlays, Text, Filter) in einer Szene enthalten sind, desto mehr Rechenleistung wird benötigt, um diese in Echtzeit zu verarbeiten. Komplexe Szenen mit mehreren aktiven Quellen und Effekten können die CPU stark beanspruchen. Indem Sie die Anzahl der aktiven Quellen begrenzen und unnötige Effekte oder Filter entfernen, können Sie die CPU-Belastung reduzieren. Außerdem kann der Einsatz von statischen Bildern anstelle von Videos helfen, Rechenleistung zu sparen.

Verwendung der neuesten OBS-Version und Grafikkartentreiber

Softwareoptimierungen in neueren OBS-Versionen können die Performance verbessern und die CPU-Auslastung senken. Auch aktuelle Grafikkartentreiber sorgen dafür, dass Hardware-Encoder effizienter und fehlerfreier genutzt werden können. Es ist daher wichtig, sowohl OBS Studio als auch die Treiber Ihrer Grafikkarte regelmäßig zu aktualisieren.

Allgemeine Systemoptimierungen

Hintergrundprogramme, die viel CPU-Leistung beanspruchen, können die Ressourcen für OBS verringern. Es ist sinnvoll, unnötige Anwendungen zu schließen und sicherzustellen, dass keine ressourcenintensive Hintergrundprozesse laufen. Zudem kann das Anpassen der Energieoptionen im Betriebssystem auf Höchstleistung dafür sorgen, dass der Prozessor mit voller Leistung arbeitet und Engpässe vermeidet.

Zusammenfassung

Durch den Einsatz von Hardware-Encodern, die Anpassung der Kodierungseinstellungen, das Reduzieren von Auflösung, Bildrate und Szenenkomplexität sowie durch aktuelle Software und Treiber kann die CPU-Auslastung durch OBS Studio deutlich gesenkt werden. Darüber hinaus helfen allgemeine Systemoptimierungen, eine flüssige Streaming- oder Aufnahme-Performance zu gewährleisten.

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