Wie integriere ich externe Programme oder Skripte in das Kontextmenü von Directory Opus?
- Vorbereitung und Grundverständnis
- Öffnen des Anpassungsmenüs
- Hinzufügen eines neuen Kontextmenüeintrags
- Beispiel: Einbinden eines Skripts
- Speichern und Testen des neuen Eintrags
- Weitere Tipps und Möglichkeiten
- Zusammenfassung
Directory Opus ist ein vielseitiger Dateimanager für Windows, der es erlaubt, das Kontextmenü individuell anzupassen und so externe Programme oder Skripte direkt in das Menü zu integrieren. Dadurch können Sie häufig benötigte Aktionen schnell ausführen, ohne zusätzliche Programme manuell starten zu müssen. Im Folgenden wird ausführlich beschrieben, wie Sie externe Programme oder Skripte in das Kontextmenü einbinden können.
Vorbereitung und Grundverständnis
Bevor Sie mit der Integration beginnen, sollten Sie sicherstellen, dass das externe Programm oder Skript auf Ihrem System korrekt funktioniert. Wenn es sich um ein Skript handelt, sollten Sie den passenden Interpreter (z.B. Python, PowerShell) installiert und konfiguriert haben. Außerdem ist es hilfreich, den genauen Pfad zur ausführbaren Datei oder zum Skript zu kennen. Diese Pfade benötigen Sie später für die Einbindung in Directory Opus.
Directory Opus verwendet zum Anpassen des Kontextmenüs sogenannte "Benutzerbefehle" (engl. User Commands) und "Anpassen"-Funktionen, die über Einstellungen erreichbar sind. Damit können Sie eigene Menüeinträge erstellen, die bei Rechtsklick auf Dateien oder Ordner angezeigt werden.
Öffnen des Anpassungsmenüs
Um das Kontextmenü für Dateien und Ordner zu bearbeiten, öffnen Sie zunächst Directory Opus und gehen in die Einstellungen. Dort wählen Sie unter Einstellungen den Punkt Voreinstellungen. Im erscheinenden Fenster navigieren Sie zu Kontextmenü oder zum Bereich Anpassen und dann Menüs, Symbolleisten und Schaltflächen. Alternativ können Sie in der Oberfläche auch mit Rechtsklick auf eine freie Schaltflächenleiste klicken und Anpassen auswählen. Im Anpassungsmodus können Sie direkt in der Benutzeroberfläche Menüs und Buttons bearbeiten.
Hinzufügen eines neuen Kontextmenüeintrags
Um einen neuen Eintrag für Ihr externes Programm oder Skript hinzuzufügen, müssen Sie einen neuen Befehl erstellen oder eine neue Schaltfläche im Kontextmenü hinzufügen. Hierbei legen Sie fest, wie der Eintrag heißt und was er beim Ausführen tut. Bei der Erstellung geben Sie den Pfad zu Ihrem Programm oder Skript an und verwenden spezielle Argumente, die Ihnen bei Directory Opus erlauben, die aktuell ausgewählten Dateien oder Ordner als Parameter zu übergeben.
Die Übergabe von Dateien oder Ordnern erfolgt dabei meist durch Variablen wie {file} oder {allfilepath}. Möchten Sie beispielsweise ein Skript auf alle ausgewählten Dateien anwenden, verwenden Sie in Ihrem Befehl die passende Variable, damit immer die richtigen Dateien übergeben werden. Wenn das Programm keine Parameter übergeben muss, können Sie den Pfad einfach ohne Variable angeben.
Beispiel: Einbinden eines Skripts
Angenommen, Sie haben ein PowerShell-Skript namens meinSkript.ps1, das auf Datei- oder Ordnerpfade als Eingabe angewiesen ist. Der Pfad zu Ihrem Skript liegt beispielsweise unter C:\Scripts\meinSkript.ps1. Der Befehl für die Einbindung könnte folgendermaßen aussehen:
powershell.exe -ExecutionPolicy Bypass -File "C:\Scripts\meinSkript.ps1" {allfilepath}
Dies bedeutet, dass PowerShell das Skript ausführt und alle ausgewählten Datei- oder Ordnerpfade übergeben werden. Im Kontextmenü geben Sie dann dem Eintrag einen aussagekräftigen Namen wie Mein Skript ausführen.
Speichern und Testen des neuen Eintrags
Nachdem Sie den neuen Kontextmenüeintrag oder die Benutzer-Schaltfläche konfiguriert haben, speichern Sie die Änderungen. Beim nächsten Rechtsklick auf eine Datei oder einen Ordner oder in der betreffenden Kontextmenüebene sollten Sie den neuen Eintrag sehen. Ein Klick darauf startet das externe Programm oder Skript mit den definierten Parametern. Testen Sie die Funktionalität, um sicherzugehen, dass das Programm korrekt auf die übergebenen Dateien oder Ordner zugreifen kann.
Weitere Tipps und Möglichkeiten
Directory Opus unterstützt auch komplexere Befehle und das Kombinieren mehrerer Aktionen in sogenannten Benutzerbefehlen. Darüber hinaus können Sie mit Scriptlets oder VBScript/JScript innerhalb von Directory Opus noch flexiblere und dynamischere Kontextmenüs erstellen. Für wiederkehrende Abläufe lohnt es sich, Benutzerbefehle anzulegen, die Sie per Shortcut oder Symbolleiste schnell ausführen können.
Beachten Sie, dass sich je nach Directory Opus Version und persönlichen Einstellungen die genaue Menüstruktur ein wenig unterscheiden kann. Die offizielle Dokumentation von Directory Opus bietet detaillierte Anleitungen und Beispiele zu Skripterstellung und Kontextmenükonfiguration.
Zusammenfassung
Die Integration externer Programme oder Skripte in das Kontextmenü von Directory Opus erfolgt durch Anpassen der Menüeinträge im Bereich Anpassen bzw. über Voreinstellungen. Der Schlüssel liegt darin, einen neuen Befehl zu erstellen, der das externe Programm mit den richtigen Parametern (meist die ausgewählten Dateien oder Ordner) aufruft. Mit etwas Übung können Sie so das Kontextmenü individuell an Ihre Arbeitsabläufe anpassen und produktiver arbeiten.
