Wie funktioniert ein Reverse Lookup mit der /etc/hosts Datei?

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  1. Einführung in den Reverse Lookup
  2. Funktion der /etc/hosts Datei
  3. Reverse Lookup mit der /etc/hosts Datei
  4. Begrenzungen und Unterschiede zu DNS
  5. Zusammenfassung

Einführung in den Reverse Lookup

Ein Reverse Lookup ist das Verfahren, bei dem aus einer IP-Adresse der zugehörige Hostname ermittelt wird. Im Gegensatz zum Forward Lookup, bei dem ein Domainname in eine IP-Adresse aufgelöst wird, übersetzt der Reverse Lookup eine IP-Adresse zurück in den Namen des Geräts. Diese Technik wird häufig eingesetzt, um Netzwerke zu verwalten, Verbindungen zu überprüfen oder Sicherheitsprotokolle zu erstellen.

Funktion der /etc/hosts Datei

Die /etc/hosts Datei ist eine einfache Textdatei auf Unix-ähnlichen Systemen, die zur statischen Zuordnung von IP-Adressen zu Hostnamen dient. Sie wird vom Betriebssystem vor DNS-Anfragen konsultiert und bietet eine schnelle Möglichkeit, Hostnamen lokal aufzulösen. Normalerweise enthält die Datei Einträge im Format: IP-Adresse gefolgt von einem oder mehreren Hostnamen.

Reverse Lookup mit der /etc/hosts Datei

Auch wenn die /etc/hosts Datei hauptsächlich für die Vorwärtsauflösung genutzt wird, kann sie prinzipiell für Reverse Lookups verwendet werden. Dies funktioniert jedoch nur, wenn der Eintrag eindeutig ist und der Hostname mit der IP-Adresse verknüpft ist. Da die Datei keine spezielle Syntax für PTR-Einträge (Pointer Records) kennt, wie es DNS-Server tun, erfolgt die Rückwärtssuche durch den Vergleich der IP-Adresse mit den ersten Spalten der Datei.

Begrenzungen und Unterschiede zu DNS

Die /etc/hosts Datei ist lokal und muss auf jedem Rechner individuell gepflegt werden. Für Netzwerke mit vielen Geräten oder häufigen Änderungen ist dies aufwendig und kaum praktikabel. Im Gegensatz dazu verwendet ein DNS-Server spezielle PTR-Einträge im sogenannten IN-ADDR.ARPA-Domainbereich, um Reverse Lookups im gesamten Netzwerk zentral zu verwalten. Somit ist die /etc/hosts Datei nur eine einfache und rudimentäre Lösung für Reverse Lookups.

Zusammenfassung

Der Reverse Lookup über die /etc/hosts Datei ist ein einfacher Mechanismus, der vor allem bei kleinen Netzwerken oder Einzelplatzrechnern sinnvoll ist. Er erlaubt die Umkehrung der IP-Adressauflösung, indem die Datei nach der IP-Adresse durchsucht wird und der zugehörige Hostname zurückgegeben wird. Die Methode ersetzt jedoch keine DNS-basierte Reverse-Zonen-Verwaltung und ist aufgrund ihres manuellen Charakters nur eingeschränkt skalierbar.

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