Wie fügt man eine Flatpak App zum Desktop hinzu?

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  1. Grundlegendes Verständnis von Flatpak und Desktopsymbole
  2. Manuelle Erstellung einer Desktop-Verknüpfung für Flatpak Apps
  3. Alternative: Verwendung von Desktop-Umgebungsfunktionen
  4. Fazit

Flatpak ist ein modernes Linux-Software-Verteilungssystem, das Anwendungen in isolierten Containern bereitstellt. Dadurch sind Flatpak-Apps unabhängig von der zugrunde liegenden Distribution und deren spezifischer Softwareumgebung. Wenn man eine Flatpak-App installiert hat, möchte man diese oft bequem vom Desktop aus starten. In diesem Artikel wird erklärt, wie man eine Flatpak-App zum Desktop hinzufügen kann.

Grundlegendes Verständnis von Flatpak und Desktopsymbole

Flatpak-Anwendungen werden nach der Installation standardmäßig als Desktop-Verknüpfungen in das Systemmenü integriert, was das Starten über die Desktop-Umgebung wie GNOME, KDE oder anderen ermöglicht. Allerdings wird nicht immer automatisch ein Icon auf dem Desktop abgelegt. Dies hängt auch von der Desktop-Umgebung und deren Einstellungen ab. Daher ist es sinnvoll zu wissen, wie man eine solche Verknüpfung manuell erstellt oder aktiviert.

Manuelle Erstellung einer Desktop-Verknüpfung für Flatpak Apps

Desktop-Verknüpfungen auf Linux-Systemen basieren meistens auf sogenannten .desktop-Dateien. Diese Dateien enthalten Informationen wie den Namen der App, das verwendete Icon und den auszuführenden Befehl. Für Flatpak-Anwendungen ist der auszuführende Befehl üblicherweise die Flatpak-Run Anweisung mit dem jeweiligen App-Identifikator.

Um eine Verknüpfung zu erstellen, öffnet man einen Texteditor und erstellt eine neue Datei mit der Endung .desktop, beispielsweise "meineapp.desktop". Darin wird ein Eintrag geschrieben, der in etwa so aussehen kann:

Name=Meine Flatpak AppExec=flatpak run org.beispiel.MeineAppIcon=meineappType=ApplicationCategories=Utility;

Diese Datei muss anschließend ausführbar gemacht werden, damit sie von der Desktop-Umgebung als Programmstarter erkannt wird. Danach kann sie in den Desktop-Ordner des Benutzers abgelegt werden.

Alternative: Verwendung von Desktop-Umgebungsfunktionen

Viele Desktop-Umgebungen bieten Werkzeuge oder Kontextmenüs, um Programme aus dem Menü als Verknüpfung auf dem Desktop zu erstellen. Bei GNOME beispielsweise kann man oft durch Rechtsklick auf die App im Aktivitäten-Menü oder Anwendungsliste eine Option zur Desktop-Verknüpfung erstellen finden. Falls diese Option fehlt, ist oftmals das manuelle Erstellen der .desktop-Datei der einfachste Weg.

Fazit

Das Hinzufügen einer Flatpak-App zum Desktop erfordert meist das Anlegen einer passenden .desktop-Verknüpfung, in der die Flatpak-Ausführungsanweisung enthalten ist. Das Flatpak-System selbst sorgt dafür, dass die App im Systemmenü erscheint, aber eine Desktop-Verknüpfung muss je nach Desktop-Umgebung eventuell manuell hinzugefügt werden. Mit etwas Grundkenntnis über .desktop-Dateien lässt sich so schnell und einfach ein praktischer Startpunkt auf dem Desktop schaffen.

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