Wie füge ich Logos oder Grafiken korrekt auf dem Kassenbon ein?

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  1. Einleitung zur Bildintegration auf Kassenbons
  2. Vorbereitung der Grafik
  3. Technische Umsetzung und verwendete Programmierschnittstellen
  4. Beispielhafte Vorgehensweise mit ESC/POS
  5. Praktische Hinweise
  6. Fazit

Einleitung zur Bildintegration auf Kassenbons

Das Einfügen von Logos oder Grafiken auf einem Kassenbon ist eine effektive Möglichkeit, das eigene Branding zu stärken und den Beleg professioneller wirken zu lassen. Dabei gilt es jedoch, technische Einschränkungen und die Eigenschaften der Drucker sowie der Bonrollen zu beachten. Kassenbons werden meist mit Thermodruckern produziert, die nur Schwarz-Weiß drucken oder eine sehr eingeschränkte Farbdarstellung bieten. Zudem haben solche Drucker meist geringe Auflösungen, was die Darstellung von Grafiken einschränkt.

Vorbereitung der Grafik

Bevor Sie ein Logo oder eine Grafik auf einem Kassenbon drucken, sollte die Datei entsprechend aufbereitet werden. Die optimale Auflösung für Thermodrucker liegt meist zwischen 200 und 300 dpi, da dies die Darstellung auf der typischen Bonpapierbreite gewährleistet. Die Grafik sollte in einem monochromen Format vorliegen, also in Schwarz-Weiß ohne Graustufen, um klare Konturen und gute Lesbarkeit beim Thermodruck sicherzustellen. Um die Dateigröße klein zu halten und Kompressionsartefakte zu vermeiden, empfiehlt es sich, das Bild als Bitmap (.bmp) oder als monochromes PNG mit transparenter Hintergrundfläche zu speichern.

Technische Umsetzung und verwendete Programmierschnittstellen

Wenn Sie beispielsweise einen POS-Drucker mit ESC/POS-Befehlssatz nutzen, können Sie das Logo als Bitmap senden und direkt auf dem Kassenbon ausgeben lassen. Dafür wird das Bild in ein entsprechendes Binärformat umgewandelt. Viele Bibliotheken und Programmierschnittstellen bieten Funktionen oder Methoden an, die ein Bild in das passende Format konvertieren und den Befehlssatz umsetzen.

Ein einfacher Ablauf sieht so aus: Das Bild wird in ein Byte-Array umgewandelt, danach per Befehl an den Drucker geschickt. Für gängige Programmiersprachen wie Java, C#, Python oder PHP gibt es Libraries, die diese Aufgabe erleichtern.

Wichtig ist auch, dass die Breite des Bildes mit der Papierbreite des Druckers kompatibel ist, wofür man das Logo meist horizontal skalieren muss. Manche Drucker unterstützen das Skalieren intern, bei anderen muss man das Bild vor dem Senden an den Drucker anpassen.

Beispielhafte Vorgehensweise mit ESC/POS

Bei ESC/POS könnte der Drucker den Befehl GS v 0 verwenden, um ein Bild zu drucken. Das Logo wird in einen Bit-Array konvertiert und als Grafikbefehl gesendet. Herstellerdokumentationen liefern oft Beispiele für die genaue Syntax und Vorgehensweise.

Alternativ unterstützen einige Drucker das Einfügen von Logos per proprietärer Firmware, in der man ein Logo einmal hochlädt und anschließend per einfachem Kommandos aufrufen kann.

Praktische Hinweise

Neben der technischen Umsetzung ist es wichtig, darauf zu achten, dass die Grafik den restlichen Text und die Informationen auf dem Bon nicht überlädt. Das Logo sollte gut lesbar, aber weder zu groß noch zu klein sein. Die Darstellung muss an die Druckqualität angepasst sein, damit keine verpixelten oder unleserlichen Bereiche entstehen.

Auch sollten Sie die Druckzeit im Blick behalten: Grafiken erhöhen die Druckzeit, was an der Kasse die Kundenwartezeit verlängern kann. Deshalb empfiehlt es sich, einfache, klar umrissene Logos ohne viele Feinheiten zu verwenden.

Fazit

Das korrekte Einfügen von Logos oder Grafiken auf einem Kassenbon erfordert eine sorgfältige Vorbereitung der Bilddatei, die Beachtung der technischen Vorgaben des Thermodruckers und die Nutzung geeigneter Steuerbefehle über die Programmierschnittstelle. Wird dieser Prozess richtig umgesetzt, sorgt das Logo für einen professionellen und wiedererkennbaren Belegdruck, ohne die Funktionalität oder Lesbarkeit des Bons negativ zu beeinträchtigen.

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