Wie exportiere ich ein Video aus IINA?
- Kurze Einführung
- Direkter Datei-Zugriff und Kopieren
- Clips oder Ausschnitte speichern
- Exportieren über mpv/Command-Line-Konvertierung
- Streaming-Inhalte und rechtliche Hinweise
- Praktische Schritt-für-Schritt-Empfehlung
- Fazit
Kurze Einführung
IINA ist ein moderner, macOS-nativer Mediaplayer, der auf mpv basiert. Direktes Exportieren oder Konvertieren von Videos ist in IINA nicht als primäre Funktion vorgesehen, da es in erster Linie ein Wiedergabeprogramm ist. Dennoch gibt es mehrere Wege, ein Video aus IINA heraus zu "exportieren" oder eine Wiedergabesequenz zu speichern bzw. das Quellvideo zu kopieren oder zu konvertieren, indem man die in IINA integrierten Funktionen, externe Werkzeuge oder mpv-Optionen nutzt.
Direkter Datei-Zugriff und Kopieren
Wenn mit "exportieren" gemeint ist, eine Datei an einen anderen Ort zu speichern oder zu kopieren, kann man im Finder die Ursprungsdatei ansteuern. IINA zeigt beim Abspielen typischerweise den Pfad der Datei an oder öffnet über das Kontextmenü den Dateipfad im Finder. Dort lässt sich die Datei ganz normal kopieren oder verschieben. Bei gestreamten Inhalten steht diese Möglichkeit nicht zur Verfügung, weil keine lokale Datei existiert.
Clips oder Ausschnitte speichern
Für das Erstellen und Speichern kurzer Ausschnitte bietet IINA eine Funktion zum Aufnehmen eines Clips über das Menü unter "Werkzeuge" oder über Tastenkürzel (je nach Version und Einstellungen). Diese Aufnahmefunktion zeichnet den gezeigten Bereich für die gewünschte Dauer in eine Datei. Die erzeugte Datei wird dann an einem voreingestellten Speicherort abgelegt und kann wie jede normale Videodatei weiterverwendet werden. Die Funktion eignet sich für kurze Highlights, nicht für massenhafte Konvertierung ganzer Bibliotheken.
Exportieren über mpv/Command-Line-Konvertierung
Da IINA auf mpv basiert, lassen sich mpv-Optionen nutzen, um Videos zu konvertieren oder neu zu kodieren. IINA selbst bietet dafür keine umfangreiche GUI, aber man kann dieselbe mpv-Binary mit entsprechenden Parametern verwenden oder in IINA benutzerdefinierte Befehle/Skripte einrichten. Für Konvertierung mit ffmpeg ist ffmpeg das gängige Werkzeug: man startet ffmpeg in Terminal mit Eingabe- und Ausgabe-Dateipfaden sowie gewünschtem Codec/Container (z. B. ffmpeg -i input.mkv -c:v libx264 -crf 23 -c:a aac output.mp4). Diese Methode erlaubt volle Kontrolle über Qualität, Bitrate und Format.
Streaming-Inhalte und rechtliche Hinweise
Bei Streams oder zum Zeitpunkt des Abspielens temporär im Cache vorliegender Daten ist das "Exportieren" oft eingeschränkt. Manche Inhalte sind durch DRM geschützt oder rechtlich nicht zur Speicherung vorgesehen. Bevor man Aufnahmen oder Konvertierungen durchführt, sollte man die Nutzungsbedingungen prüfen und sicherstellen, dass die Handlung legal ist und keine Urheberrechte verletzt werden.
Praktische Schritt-für-Schritt-Empfehlung
Wenn das Ziel ist, eine lokal vorhandene Videodatei in ein anderes Format zu exportieren, ist die zuverlässigste Methode, ffmpeg zu verwenden. Zuerst ermittelt man im Finder den Pfad zur Datei, dann öffnet man Terminal und führt einen ffmpeg-Befehl aus, der die gewünschte Kodierung und Container-Vorgaben enthält. Für einfache Clips kann man die IINA-Aufnahmefunktion verwenden und anschließend das Ergebnis bei Bedarf mit ffmpeg nachbearbeiten. Will man häufig konvertieren, lohnt sich die Einrichtung eines Automator-Workflows oder eines Shell-Skripts, das die Konvertierung automatisiert.
Fazit
IINA selbst ist primär ein Player und bietet zwar eine Clip-Aufnahmefunktion und erweiterbare mpv-Optionen, aber keine vollwertige Export-/Konvertier-GUI. Für einfache Ausschnitte reicht IINA aus; für saubere, flexible Konvertierungen sollte man auf ffmpeg oder andere spezialisierte Tools zurückgreifen. Bei gestreamten Inhalten sind rechtliche Aspekte zu beachten.
