Wie behebe ich hohe CPU-Auslastung durch den System Explorer?

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  1. Ursachen für die hohe CPU-Auslastung des System Explorers
  2. System Explorer neu starten und temporäre Fehler beseitigen
  3. Systemdateien auf Fehler überprüfen
  4. Erweiterungen und Add-Ons im Explorer überprüfen
  5. Mögliche Malware als Ursache ausschließen
  6. Windows Updates und Treiber aktuell halten
  7. Letzte Maßnahmen und Tipps

Ursachen für die hohe CPU-Auslastung des System Explorers

Der Windows System Explorer (explorer.exe) ist ein essentieller Bestandteil des Betriebssystems und verwaltet die Benutzeroberfläche, wie etwa die Taskleiste, den Desktop und das Datei-Management. Wenn dieser Prozess jedoch ungewöhnlich viel CPU-Leistung beansprucht, kann dies verschiedene Ursachen haben. Häufig entstehen solche Probleme durch fehlerhafte Erweiterungen, beschädigte Systemdateien, fehlerhafte Updates oder durch Malware, die sich als Explorer-Prozess tarnt. Auch eine zu hohe Anzahl von geöffneten Fenstern oder intensive Suchvorgänge können die CPU-Auslastung verteuern.

System Explorer neu starten und temporäre Fehler beseitigen

Um eine schnelle Entlastung zu erreichen, kann ein Neustart des System Explorers hilfreich sein. Öffnen Sie dazu den Task-Manager mit Strg + Shift + Esc, suchen Sie den Prozess explorer.exe, klicken Sie diesen an und wählen Sie Task beenden. Dadurch verschwindet der Desktop und die Taskleiste temporär. Anschließend können Sie im Task-Manager unter Datei → Neuen Task ausführen explorer.exe eingeben und starten. Dieser Vorgang beseitigt oftmals temporäre Fehler, die zu hoher CPU-Auslastung führen. Achtung: Vor dem Neustart sollten alle offenen Dateien gespeichert werden, da die Benutzeroberfläche kurzzeitig nicht verfügbar ist.

Systemdateien auf Fehler überprüfen

Beschädigte Systemdateien können den Explorer-Prozess erheblich belasten. Windows stellt das Tool Systemdatei-Überprüfungsprogramm (sfc) bereit, das beschädigte oder fehlende Dateien repariert. Öffnen Sie dazu die Eingabeaufforderung mit Administratorrechten, indem Sie im Startmenü cmd eingeben, mit der rechten Maustaste auf Eingabeaufforderung klicken und Als Administrator ausführen wählen. Geben Sie anschließend den Befehl sfc /scannow ein und bestätigen Sie mit Enter. Dieses Tool überprüft nun alle geschützten Systemdateien und repariert sie, falls nötig. Nach Abschluss ist in der Regel ein Neustart des Systems empfehlenswert.

Erweiterungen und Add-Ons im Explorer überprüfen

Manchmal können Shell-Erweiterungen von Drittanbieter-Software den Explorer verlangsamen oder übermäßig viel CPU benötigen. Diese Erweiterungen integrieren sich in das Kontextmenü oder zeigen weitere Informationen im Explorer an. Um potenzielle Problemquellen zu identifizieren, empfiehlt sich das kostenlose Tool ShellExView von NirSoft, mit dem alle Shell-Erweiterungen sichtbar und deaktivierbar sind. Indem Sie verdächtige oder unnötige Erweiterungen vorübergehend deaktivieren, können Sie feststellen, ob die CPU-Last sich verringert. Sollte eine Erweiterung als Ursache identifiziert werden, ist entweder eine Aktualisierung oder eine Deinstallation der entsprechenden Software notwendig.

Mögliche Malware als Ursache ausschließen

Ein Virus oder Schadsoftware, die den Prozess explorer.exe imitiert oder beeinflusst, kann ebenfalls zu hoher CPU-Auslastung führen. Es ist daher empfehlenswert, einen vollständigen Virenscan Ihres Systems durchzuführen, idealerweise mit einem aktuellen und zuverlässigen Antivirenprogramm. Des Weiteren können Sie Tools wie Malwarebytes verwenden, um unerwünschte Software zu erkennen und zu entfernen. Bei Verdacht auf Malware empfiehlt sich auch das Booten im abgesicherten Modus, um den Scan durchzuführen und bösartige Prozesse leichter zu entfernen.

Windows Updates und Treiber aktuell halten

Veraltete oder fehlerhafte Updates können den Explorer-Prozess ebenfalls negativ beeinflussen. Kontrollieren Sie im Windows Update-Bereich unter Einstellungen → Update und Sicherheit, ob alle Updates installiert sind und keine Fehler vorliegen. Insbesondere Grafiktreiber und andere systemnahe Treiber sollten auf dem neuesten Stand sein, da sie die Benutzeroberfläche direkt beeinflussen können. Ein manuelles Nachladen oder eine Neuinstallation der Treiber bei Problemen kann zu einer Reduzierung der CPU-Auslastung beitragen.

Letzte Maßnahmen und Tipps

Wenn trotz der genannten Schritte weiterhin eine hohe CPU-Auslastung besteht, kann ein temporärer Benutzerprofilfehler vorliegen. Das Anlegen eines neuen Benutzerkontos und das Übertragen der persönlichen Daten kann hier helfen. Auch das Zurücksetzen des Systems auf einen früheren Wiederherstellungspunkt oder, in extremen Fällen, eine Neuinstallation von Windows sind mögliche Lösungswege. Zudem empfiehlt es sich, regelmäßig den Autostart zu prüfen, da zu viele Programme den Systemstart und den Explorer belastet können.

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