Welche Gebühren fallen für Amazon Seller an?

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  1. Grundgebühren und Verkaufsprovisionen
  2. FBA-Gebühren (Fulfillment by Amazon)
  3. Weitere mögliche Gebühren
  4. Fazit zur Gebührenstruktur bei Amazon Seller

Wer als Unternehmer oder Privatperson Produkte über Amazon verkaufen möchte, sieht sich unweigerlich mit dem Thema Amazon Seller Gebühren konfrontiert. Diese Gebühren sind ein zentraler Bestandteil der Verkaufsaktivitäten auf der Plattform und beeinflussen unmittelbar die Profitabilität des Geschäfts. Im Folgenden werden die wichtigsten Gebührenarten detailliert erläutert, um ein umfassendes Verständnis für die Kostenstruktur bei Amazon Seller zu vermitteln.

Grundgebühren und Verkaufsprovisionen

Amazon bietet grundsätzlich zwei verschiedene Verkaufstarife an: den Einzelverkaufstarif und den professionellen Verkaufstarif. Während beim Einzelverkaufstarif keine monatliche Grundgebühr anfällt, wird pro verkauftem Artikel eine feste Gebühr erhoben. Beim professionellen Tarif hingegen fällt eine monatliche Grundgebühr an, die aktuell bei etwa 39 Euro liegt, unabängig von der Anzahl der Verkäufe. Zusätzlich zu diesen Grundgebühren erhebt Amazon eine Verkaufsprovision, die je nach Produktkategorie unterschiedlich hoch ausfällt. Diese Provision wird pro Verkauf auf den erzielten Verkaufspreis berechnet und kann zwischen ungefähr 7% und 15% betragen.

FBA-Gebühren (Fulfillment by Amazon)

Ein weiterer wesentlicher Kostenfaktor für Amazon Seller sind die Gebühren für den sogenannten Service Fulfillment by Amazon (FBA). Hierbei übernimmt Amazon Lagerung, Verpackung und Versand der Waren sowie den Kundenservice und die Retourenabwicklung. Für diesen Service berechnet Amazon sowohl Lagergebühren als auch Versandgebühren. Die Lagergebühren richten sich nach dem Volumen und der Dauer der Lagerung der Produkte in den Amazon-Lagern und können gerade bei langen Lagerzeiten spürbar ins Gewicht fallen. Die Versandkosten variieren je nach Größe und Gewicht der Ware. FBA kann den Verkäufern zwar viel Arbeit abnehmen, gleichzeitig sind die damit verbundenen Gebühren ein wichtiger Kostenfaktor, der im Vorfeld genau kalkuliert werden sollte.

Weitere mögliche Gebühren

Neben den Standardgebühren können je nach Geschäftsmodell und besonderen Dienstleistungen zusätzliche Kosten anfallen. Beispielsweise verlangt Amazon für bestimmte Premium-Services oder Werbemöglichkeiten gesonderte Gebühren. Auch Kosten für das Zurückholen von nicht verkauften Lagerbeständen oder für bestimmte rechtliche Dienstleistungen (etwa im Bereich Mehrwertsteuer) sind denkbar. Verkäufer sollten sich daher vor Vertragsabschluss umfassend über alle möglichen Gebührenarten informieren, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden.

Fazit zur Gebührenstruktur bei Amazon Seller

Die Amazon Seller Gebühren setzen sich zusammen aus einer Kombination aus Grundgebühren, Verkaufsprovisionen und gegebenenfalls zusätzlichen Kosten für die Lagerung und den Versand der Produkte. Für alle, die über Amazon verkaufen möchten, ist es essenziell, diese Gebührenstruktur zu kennen und in die Kalkulation des Verkaufspreises mit einzubeziehen. Nur so lässt sich eine wirtschaftlich sinnvolle Strategie entwickeln, die sowohl die Wettbewerbsfähigkeit auf der Amazon-Plattform als auch die Rentabilität des eigenen Geschäfts sicherstellt.

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