Was sind die Unterschiede zwischen Openbank und Revolut?

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  1. Einführung in Openbank und Revolut
  2. Bankdienstleistungen und Kontomodelle
  3. Kosten und Gebührenstruktur
  4. Benutzerfreundlichkeit und technische Ausstattung
  5. Sicherheit und Regulierung
  6. Fazit: Für wen eignet sich welches Angebot?

Einführung in Openbank und Revolut

Openbank und Revolut sind zwei moderne Finanzdienstleister, die sich vor allem an digital-affine Kunden richten und Bankdienstleistungen über das Internet bzw. mobile Apps anbieten. Während Openbank als digitale Tochter der spanischen Großbank Santander einen starken europäischen Hintergrund hat, ist Revolut ein britisches Fintech-Unternehmen, das sich schnell global ausgebreitet hat. Beide Anbieter werben mit innovativen Funktionen, günstigen Konditionen und einer einfachen Handhabung ohne Filialbesuche.

Bankdienstleistungen und Kontomodelle

Openbank bietet primär klassische Bankdienstleistungen an, die einem Girokonto mit zusätzlichen Services wie Sparprodukten, Kreditkarten und Investmentmöglichkeiten ähneln. Da Openbank zur Santander Gruppe gehört, profitieren Kunden von einer hohen Einlagensicherung und einem etablierten Banknetzwerk. Revolut hingegen begann als Prepaid-Kartenanbieter und hat sich zu einer vielseitigen Finanzplattform entwickelt, die neben Konten auch Funktionen für Währungsumtausch, Kryptowährungen, Aktienhandel und sogar Versicherungen bereitstellt. Das Konto bei Revolut basiert auf einem E-Geld-Modell, was unter Umständen andere rechtliche Rahmenbedingungen und Sicherheiten mit sich bringt als ein klassisches Bankkonto.

Kosten und Gebührenstruktur

Beide Anbieter werben mit kostenlosen Basiskonten, unterscheiden sich jedoch bei Zusatzfunktionen und Gebühren für besondere Dienstleistungen. Openbank bietet meist gebührenfreie Kontoführung und kostenlose Abhebungen im Euro-Raum an. Revolut hat ebenfalls ein kostenloses Standardkonto, stellt aber für bestimmte Services wie Premium-Konten, internationale Überweisungen über Limits hinaus und spezielle Karten EUR- oder Fremdwährungsgebühren in Rechnung. Die genaue Kostenstruktur variiert somit je nach gewünschtem Leistungsumfang und Nutzungsverhalten.

Benutzerfreundlichkeit und technische Ausstattung

Die Apps von Openbank und Revolut gelten als benutzerfreundlich, unterscheiden sich jedoch im Fokus. Openbank bietet eine übersichtliche Web- und Mobile-App, die an klassische Bankprodukte angepasst ist, beispielsweise mit Funktionen für Sparpläne und Investmentübersichten. Revolut glänzt durch innovative Features wie Echtzeit-Benachrichtigungen bei Zahlungen, umfangreiche Statistik-Tools zur Ausgabenanalyse und die Möglichkeit, an vielen globalen Zahlungsstellen gebührenfrei zu bezahlen. Die technologische Infrastruktur von Revolut legt besonderen Wert auf Flexibilität und internationale Nutzung.

Sicherheit und Regulierung

Openbank unterliegt als Teil der Santander Gruppe strengen europäischen Bankvorschriften und bietet eine Einlagensicherung von bis zu 100.000 Euro pro Kunde. Revolut ist ebenfalls reguliert, allerdings hängt die Art der Regulierung vom Land ab. In der EU hat Revolut eine Banklizenz, in anderen Regionen agiert es als E-Geld-Institut. Für die meisten Kunden bedeutet dies ebenfalls Schutz der Einlagen, allerdings kann der Umfang je nach Heimatland unterschiedlich sein. Beide Anbieter setzen moderne Sicherheitsstandards wie Zwei-Faktor-Authentifizierung und Verschlüsselung ein.

Fazit: Für wen eignet sich welches Angebot?

Openbank ist eine gute Wahl für Kunden, die eine digitale Bank mit klassischem Leistungsprofil, stabiler Regulierung und umfassendem Produktportfolio in Europa suchen. Insbesondere wer Wert auf Einlagensicherung und konventionelle Bankdienstleistungen legt, findet hier eine passende Lösung. Revolut hingegen spricht Nutzer an, die international viel unterwegs sind, häufig zwischen Währungen wechseln oder innovative Finanztools wie Kryptowährungen und Investments in einem Konto vereint möchten. Dabei sollte man sich der teilweise komplexeren Gebührenstruktur und der unterschiedlichen regulatorischen Rahmen bewusst sein.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass beide Anbieter attraktive digitale Kontomodelle bieten, die sich jedoch durch ihre Ausrichtung, Produktvielfalt und Zielgruppen stark unterscheiden. Die Wahl hängt letztlich von individuellen Bedürfnissen in puncto Serviceumfang, Nutzungshäufigkeit und gewünschten Zusatzleistungen ab.

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