Warum zeigt HWMonitor keine korrekten Temperaturen meiner CPU an?

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  1. Hardware-Kompatibilität und Sensorunterstützung
  2. Veraltete Softwareversionen
  3. BIOS- und Treibereinfluss
  4. Energiesparmodi und Sensor-Skalierung
  5. HWMonitor-Einstellungen und Interpretationsfehler
  6. Fazit

Hardware-Kompatibilität und Sensorunterstützung

HWMonitor basiert auf der Abfrage von Sensoren, die direkt auf der Hauptplatine oder in der CPU integriert sind. Nicht alle Mainboards oder Prozessoren unterstützen dabei dieselben Sensoren oder geben deren Daten in einem standardisierten Format weiter. Manche modernen CPUs oder Mainboards verwenden proprietäre Sensoren oder Schnittstellen, die von HWMonitor noch nicht oder nur unvollständig erkannt werden. Dadurch kann es vorkommen, dass falsche oder gar keine Temperaturwerte angezeigt werden, weil die Software entweder keine Daten erhält oder sie falsch interpretiert.

Veraltete Softwareversionen

Wenn HWMonitor nicht auf dem neuesten Stand ist, fehlen möglicherweise Updates für neue Hardware oder optimierte Algorithmen zur Sensor-Auswertung. Gerade bei neuen CPUs oder Mainboards kann dies dazu führen, dass Temperaturwerte unplausibel erscheinen oder die Software gar keinen Wert anzeigen kann. Ein Update auf die aktuellste Version von HWMonitor ist daher oft notwendig, um korrekte Messwerte zu erhalten.

BIOS- und Treibereinfluss

Die Kommunikation zwischen HWMonitor und den Sensorsystemen wird indirekt auch durch das BIOS oder UEFI des Mainboards gesteuert. Ein veraltetes oder fehlerhaft konfiguriertes BIOS kann dazu führen, dass Sensorwerte gar nicht oder falsch ausgelesen werden. Ebenso sind die im Betriebssystem installierten Chipsatz- oder Sensor-Treiber entscheidend für die Genauigkeit der Messwerte. Wird ein Treiber nicht korrekt installiert oder ist inkompatibel, kann dies zu fehlerhaften Temperatureingaben führen.

Energiesparmodi und Sensor-Skalierung

Manche Prozessoren passen ihre Betriebsspannung und Taktfrequenz dynamisch an, um Energie zu sparen. Dabei verändern sich auch die gemessenen Temperaturen sehr schnell. Nicht alle Temperatur-Sensoren oder HWMonitor selbst können diese schnellen Schwankungen korrekt erfassen oder filtern. Zudem nutzen manche CPUs interne Sensoren, deren Werte nicht direkt die tatsächliche Kerntemperatur, sondern eher eine Art Temperaturoffset anzeigen. Das führt zu scheinbar unplausiblen oder sogar extrem hohen/ niedrigen Temperaturen.

HWMonitor-Einstellungen und Interpretationsfehler

In HWMonitor werden oft unterschiedliche Temperaturwerte angezeigt, je nachdem, welcher Sensor welcher Komponente zugeordnet wird. Es kommt vor, dass Nutzer falsche Werte als CPU-Temperatur interpretieren, obwohl diese z. B. zum Mainboard oder zur GPU gehören. Auch die Benennung der Sensoren kann verwirrend sein, was den Eindruck erweckt, dass die Temperaturangaben nicht korrekt seien – tatsächlich sind sie nur falsch zugeordnet oder missverstanden.

Fazit

Zusammengefasst kann man sagen, dass HWMonitor keine korrekten Temperaturen der CPU anzeigt, wenn es Probleme bei der Sensorerkennung, veraltete Software, BIOS- oder Treiberinkompatibilitäten gibt oder wenn die dynamischen Betriebszustände der CPU nicht richtig interpretiert werden. Eine Kombination aus aktueller Softwareversion, aktuellen BIOS- und Treibern sowie einer genauen Analyse der angezeigten Sensorwerte ist notwendig, um verlässliche Temperaturmessungen mit HWMonitor zu erhalten. Bei ungewöhnlichen oder unplausiblen Anzeigen empfiehlt es sich zudem, die Werte mit alternativen Tools zu vergleichen, um Hardware- oder Softwarefehler auszuschließen.

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