Warum zeigt HWMonitor bei meiner SSD keine Temperatur oder SMART-Werte an?

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  1. Einführung
  2. Begrenzte Unterstützung für bestimmte SSD-Modelle oder Schnittstellen
  3. Treiber- und Softwarekompatibilität
  4. Eingeschränkte SMART-Unterstützung der SSD
  5. Betriebssystem- und Benutzerrechtbeschränkungen
  6. Alternative Tools und Lösungsansätze
  7. Zusammenfassung

Einführung

HWMonitor ist ein beliebtes Tool zur Überwachung der Hardwarekomponenten eines Computers. Es zeigt typischerweise Werte wie Temperaturen, Spannungen, Lüftergeschwindigkeiten und SMART-Daten an. Allerdings kann es vorkommen, dass HWMonitor bei einigen SSDs keine Temperatur oder SMART-Informationen anzeigt. Dies kann verschiedene Ursachen haben, die wir im Folgenden erläutern möchten.

Begrenzte Unterstützung für bestimmte SSD-Modelle oder Schnittstellen

Die Fähigkeit von HWMonitor, SMART-Daten und Temperaturwerte auszulesen, hängt stark von der Schnittstelle und dem Modell der SSD ab. Ältere SATA-SSDs liefern oft zuverlässig SMART-Daten, die von HWMonitor erkannt werden. Bei neueren SSDs mit NVMe-Protokoll, die über den M.2-Steckplatz oder PCIe angebunden sind, ist die Situation komplexer. Einige NVMe-Laufwerke kommunizieren die Temperatur- und SMART-Daten über spezifischere Protokolle, die von HWMonitor eventuell nicht oder nur eingeschränkt unterstützt werden. Wenn Ihr Laufwerk von HWMonitor nicht richtig erkannt wird, fehlen entsprechende Anzeigen.

Treiber- und Softwarekompatibilität

Die Auslesung der SMART-Werte und Temperaturdaten erfolgt über das Betriebssystem und dessen Treiber. Insbesondere bei NVMe-Laufwerken ist ein aktueller NVMe-Treiber notwendig, damit die Monitoring-Software auf alle verfügbaren Sensorinformationen zugreifen kann. HWMonitor selbst muss ebenfalls in der Lage sein, diese Protokolle zu interpretieren. Falls die installierten Treiber veraltet sind oder HWMonitor nicht die neueste Version verwendet wird, kann es zu fehlenden oder unvollständigen Daten kommen.

Eingeschränkte SMART-Unterstützung der SSD

Nicht alle SSDs setzen das SMART-Protokoll in vollem Umfang um. Manche Hersteller implementieren nur einen Teil der SMART-Funktionen oder geben bestimmte Daten nicht für Drittsoftware frei. Gerade bei günstigen oder OEM-SSDs kann dies der Fall sein. Wenn die SMART-Daten nicht von der SSD hardwareseitig bereitgestellt werden, kann auch HWMonitor sie nicht anzeigen.

Betriebssystem- und Benutzerrechtbeschränkungen

In manchen Fällen verhindern Betriebssysteme und Sicherheitseinstellungen den vollständigen Zugriff auf Hardwareinformationen. So benötigen Programme wie HWMonitor oft Administratorrechte, um auf SMART-Daten und Sensorwerte zugreifen zu können. Wird das Programm ohne entsprechende Rechte gestartet, bleiben diese Daten unter Umständen verborgen.

Alternative Tools und Lösungsansätze

Falls HWMonitor keine Temperatur oder SMART-Werte anzeigt, lohnt es sich, mit alternativen Programmen wie CrystalDiskInfo, Samsung Magician (für Samsung SSDs) oder Hersteller-spezifischen Tools zu testen. Manchmal bieten diese Programme einen besseren Zugang zu den SMART-Daten und Temperaturen. Zudem sollte stets sichergestellt werden, dass die neueste Version von HWMonitor und aktuelle SSD-Treiber installiert sind.

Zusammenfassung

Das Fehlen von Temperatur- und SMART-Anzeigen bei der SSD in HWMonitor kann an der Schnittstelle und SSD-Modell liegen, an veralteten oder inkompatiblen Treibern, an eingeschränkter SMART-Unterstützung des Laufwerks selbst oder an fehlenden Administratorrechten des Programms. Nur wenn alle diese Faktoren berücksichtigt sind, kann eine zuverlässige Überwachung der SSD-Parameter gewährleistet werden.

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