Warum zeigt AppCleaner keine zugehörigen Dateien an?
- Einleitung
- Zugriffsrechte und Systemschutz
- Unbekannte oder nicht standardmäßige Speicherorte
- AppCleaner-Version und Kompatibilität
- Art der App (Mac App Store vs. Drittanbieter)
- Fazit
Einleitung
AppCleaner ist eine beliebte Anwendung für macOS, die dazu dient, Programme vollständig zu deinstallieren,
indem sie nicht nur die Hauptanwendung, sondern auch alle zugehörigen Dateien wie Einstellungen, Caches und
andere Überreste entfernt. Wenn AppCleaner jedoch keine zugehörigen Dateien anzeigt, kann das verschiedene Ursachen haben.
Zugriffsrechte und Systemschutz
macOS verfügt über mehrere Sicherheitsmechanismen, die dem Schutz systemrelevanter und benutzerspezifischer Daten dienen.
Zum Beispiel verhindert der sogenannte System Integrity Protection (SIP), dass Anwendungen auf bestimmte Systemverzeichnisse
zugreifen oder Dateien dort löschen können. Wenn AppCleaner nicht die notwendigen Zugriffsrechte hat oder durch SIP eingeschränkt wird,
kann es vorkommen, dass keine zugehörigen Dateien ermittelt werden, weil diese für die Anwendung verborgen oder geschützt bleiben.
Zudem verlangen neuere macOS-Versionen oft, dass Anwendungen explizit Zugriffsrechte auf Ordner wie Library oder Benutzerordner erhalten.
Wenn AppCleaner diese Rechte nicht bekommen hat, sieht es nur die Hauptanwendung, aber nicht die anderen Dateien.
Unbekannte oder nicht standardmäßige Speicherorte
AppCleaner sucht in der Regel an den gängigen Stellen nach zugehörigen Dateien – wie beispielsweise in den Verzeichnissen ~/Library/Application Support/, ~/Library/Preferences/ oder ~/Library/Caches/.
Manche Anwendungen speichern ihre Daten jedoch an ungewöhnlichen oder versteckten Speicherorten, die AppCleaner nicht automatisch durchsucht.
In solchen Fällen bleibt die Liste der zugehörigen Dateien leer, obwohl tatsächlich weitere Daten existieren.
Auch bei ausführbaren Dateien, die keine richtigen Bundle-Pakete sind, kann AppCleaner Schwierigkeiten haben, Zusammenhänge zu erkennen.
AppCleaner-Version und Kompatibilität
Eine weitere mögliche Ursache ist die eingesetzte Version von AppCleaner. Ältere Versionen sind nicht immer mit den neuesten macOS-Versionen kompatibel oder unterstützen die neuesten Dateisystemänderungen und Sicherheitsfeatures nicht vollständig.
Das kann dazu führen, dass selbst bei installierten Programmen keine zugehörigen Dateien gefunden werden.
Ebenso können Updates am Betriebssystem neue Speicherorte oder Datentypen einführen, die vom Tool noch nicht erkannt werden.
Art der App (Mac App Store vs. Drittanbieter)
Apps, die über den Mac App Store bezogen wurden, sind oft stärker in sogenannte Sandbox-Umgebungen eingeschlossen.
Diese Sandbox verhindert, dass deren Dateien außerhalb bestimmter Verzeichnisse abgelegt werden oder dass andere Programme darauf zugreifen können.
Dadurch ist es möglich, dass AppCleaner beim Suchen keine oder nur wenige zugehörige Dateien findet, weil diese entweder nicht vorhanden sind oder von der Sandbox verborgen werden.
Im Gegensatz dazu speichern viele Drittanbieter-Apps ihre Daten frei zugänglich in den Bibliotheksordnern, sodass AppCleaner sie erkennt.
Fazit
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass mehrere Faktoren dazu führen können, dass AppCleaner keine zugehörigen Dateien anzeigt.
Entscheidend sind vor allem die Zugriffsrechte, die von macOS auferlegten Sicherheitsmechanismen, der Speicherort der Dateien, die Art und Herkunft der App sowie die Version des Tools selbst.
Um das Problem zu beheben, sollte man sicherstellen, dass AppCleaner alle nötigen Berechtigungen besitzt, die aktuellste Version verwendet wird und die Suche auf mögliche Sonderfälle überprüfen.
Gegebenenfalls kann es auch hilfreich sein, die zu deinstallierende App manuell nach zugehörigen Dateien zu durchsuchen, falls AppCleaner diese nicht automatisch erkennt.
