Warum werden meine Festplatte oder SSD nicht in CrystalDiskMark angezeigt?

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  1. Einleitung
  2. Treiber- und Betriebssystemkompatibilität
  3. Berechtigungen und Administratorrechte
  4. Art und Zustand der Laufwerke
  5. Software- und Interface-Einschränkungen
  6. Zusammenfassung

Einleitung

CrystalDiskMark ist ein beliebtes Tool zur Messung der Lese- und Schreibgeschwindigkeiten von Festplatten und SSDs. Manchmal kann es jedoch vorkommen, dass die angeschlossenen Laufwerke nicht in der Auswahlliste erscheinen. Dieses Problem kann verschiedene Ursachen haben, die von der Konfiguration des Betriebssystems bis hin zu Berechtigungen oder Hardware-Einstellungen reichen.

Treiber- und Betriebssystemkompatibilität

Ein häufiger Grund, warum Laufwerke in CrystalDiskMark nicht angezeigt werden, sind fehlende oder veraltete Treiber. CrystalDiskMark greift über das Betriebssystem auf die Hardware zu, weshalb eine korrekte Installation der Gerätetreiber essenziell ist. Insbesondere bei NVMe-SSDs oder bei speziellen RAID-Controllern kann es vorkommen, dass das Tool die Laufwerke nicht erkennt, wenn die Treiber nicht ordnungsgemäß installiert bzw. aktualisiert sind. Auch kann ein veraltetes Betriebssystem Probleme bei der Erkennung moderner Laufwerke verursachen.

Berechtigungen und Administratorrechte

CrystalDiskMark benötigt in der Regel Administratorrechte, um direkt mit der Hardware kommunizieren zu können. Ohne ausreichende Berechtigungen kann es passieren, dass das Programm zwar startet, aber keine Laufwerke zur Auswahl anzeigt. Das Programm sollte daher immer mit "Als Administrator ausführen" gestartet werden. Fehlen die Rechte, dann kann das Tool essenziell keine Rohzugriffe auf die Geräte herstellen und zeigt daher keine Datenträger an.

Art und Zustand der Laufwerke

Manche Laufwerke, besonders externe USB-Sticks, SD-Karten oder Laufwerke, die in einem speziellen Modus (z.B. im AHCI- oder RAID-Modus) betrieben werden, werden von CrystalDiskMark möglicherweise nicht unterstützt oder erkannt. Wenn eine SSD oder Festplatte z.B. noch nicht initialisiert, nicht partitioniert oder fehlerhaft ist, zeigt sich das im Tool ebenfalls durch fehlende Anzeige. Auch virtuelle Laufwerke oder Netzlaufwerke werden in der Regel nicht unterstützt und tauchen daher nicht auf.

Software- und Interface-Einschränkungen

CrystalDiskMark erkennt hauptsächlich Laufwerke, die über Standardprotokolle angesprochen werden können. Manche NVMe-Laufwerke oder spezielle Storage-Controller verwenden proprietäre oder nicht standardisierte Schnittstellen, die vom Tool nicht unterstützt werden. Auch bei USB-Laufwerken können manche Chipsätze oder Bridge-Controller die direkte Ansprache verhindern. Darüber hinaus kann es sein, dass eine Virtualisierung von Laufwerken durch Drittsoftware oder Verschlüsselungslösungen die Erkennung behindert.

Zusammenfassung

Wenn Ihre Festplatte oder SSD nicht in CrystalDiskMark angezeigt wird, sollte zuerst geprüft werden, ob die nötigen Treiber korrekt installiert und aktuell sind und ob das Programm mit Administratorrechten ausgeführt wird. Des Weiteren sollten Sie kontrollieren, ob das Laufwerk im Betriebssystem korrekt erkannt, initialisiert und zugänglich ist. Hardware-Spezifika und Einschränkungen bei der Schnittstelle oder dem Laufwerkstyp können ebenfalls die Ursache sein. Im Zweifelsfall hilft es, die Laufwerke in der Datenträgerverwaltung oder mit anderen Tools zu überprüfen, um sicherzustellen, dass sie vom System grundsätzlich erkannt werden.

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