Warum öffnet SAP Word extern und wie kann man dieses Verhalten steuern?
- Gründe für das externe Öffnen von Word durch SAP
- Technische Hintergründe und eingesetzte Technologien
- Möglichkeiten zur Steuerung des Verhaltens
- Fazit
In vielen Unternehmen ist die Integration von SAP mit Microsoft Word ein wichtiger Teil des Dokumentenmanagements. Es kommt häufig vor, dass SAP Berichte oder Dokumentvorlagen in Word öffnen möchte. Dabei öffnet sich Word oft nicht innerhalb der SAP-Oberfläche, sondern als separater, externer Prozess. Diese Funktionsweise wirft bei Anwendern häufig die Frage auf, warum SAP Word extern öffnet und welche Möglichkeiten es gibt, dieses Verhalten zu beeinflussen.
Gründe für das externe Öffnen von Word durch SAP
Der Hauptgrund, warum SAP Word extern startet, liegt in der Architektur und dem Design der jeweiligen SAP-Komponenten, die zur Dokumentenerstellung verwendet werden. Viele SAP-Systeme nutzen für die Ausgabe von Textdokumenten standardmäßig den Microsoft Word-Client auf dem lokalen PC. Die Verbindung zwischen SAP und Word erfolgt dabei über eine sogenannte Schnittstelle, die es ermöglicht, Word-Dokumente in der gewohnten Anwendung zu bearbeiten.
Da Microsoft Word eine komplexe Desktop-Anwendung ist und keine reine Web-Anwendung, kann SAP Word nicht direkt im eigenen Anwendungsfenster integrieren. Stattdessen startet SAP Word als eigenständiger Prozess, der sich vom SAP GUI oder dem SAP Web GUI abkoppelt. Dadurch bleibt die volle Funktionalität von Word erhalten, und es kann mit allen gewohnten Features genutzt werden.
Technische Hintergründe und eingesetzte Technologien
Im Zusammenhang mit SAP-Dokumentenbearbeitung wird häufig der Microsoft Office Integration Service genutzt. Dieser Service vermittelt die Kommunikation zwischen SAP und Office-Anwendungen wie Word oder Excel. In der Regel verwendet SAP ein COM-Objekt (Component Object Model), um Word zu starten und zu steuern. Dieses COM-Objekt wird auf dem Client-Rechner ausgeführt und kann nicht in das SAP GUI Fenster eingebettet werden, sondern öffnet Word in einem separaten Fenster.
Ein weiterer Aspekt ist die Sicherheitsarchitektur moderner Betriebssysteme und Office-Anwendungen. Das Starten von Word als eigenständige Applikation erhöht die Kompatibilität und die Stabilität. Versucht man, Word vollständig in SAP zu integrieren, können Probleme bei der Steuerung auftreten, z. B. Beendigung von Word bei einem SAP-Absturz oder eingeschränkte Funktionalität.
Möglichkeiten zur Steuerung des Verhaltens
Auch wenn das externe Öffnen von Word in den meisten Fällen gewünscht und sinnvoll ist, besteht je nach SAP-System und Anforderung die Möglichkeit, dieses Verhalten zu konfigurieren oder zu beeinflussen. In SAP Business Workplace können z.B. Dokumente im Browser oder per Download bereitgestellt werden. Hier öffnet sich Word dann unabhängig von SAP.
Für Anwender, die eine stärkere Integration bevorzugen, gibt es unter Umständen Add-Ons oder spezielle SAP-Module, die eine erweiterte Einbettung von Office-Anwendungen ermöglichen. Diese Lösungen sind jedoch meist mit zusätzlichem Entwicklungs- und Verwaltungsaufwand verbunden und nicht in Standard-SAP-Systemen enthalten.
Darüber hinaus sollte sichergestellt werden, dass die entsprechenden SAP-Einstellungen und Office-Installationen fehlerfrei sind, da falsche oder veraltete Konfigurationen unter Umständen dazu führen können, dass Word gar nicht oder nur fehlerhaft startet.
Fazit
Das externe Öffnen von Word durch SAP ist ein bewusstes und technisch bedingtes Verhalten, das die Funktionsfähigkeit und Stabilität der Office-Integration sicherstellt. Die Trennung erlaubt die Nutzung aller Word-Funktionen in der gewohnten Umgebung, obwohl Word selbst nicht direkt im SAP-Fenster eingebettet wird. Unternehmen sollten diese Verfahrensweise verstehen und, falls notwendig, mit ihren IT-Verantwortlichen besprechen, ob und wie eine erweiterte Integration sinnvoll umgesetzt werden kann.
