Worauf sollte man beim Energieverbrauch einer Dunstabzugshaube achten?

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Beim Energieverbrauch einer Dunstabzugshaube gibt es sowohl technische Aspekte beim Kauf als auch Verhaltensweisen im Betrieb zu beachten. Da die Haube oft unterschätzt wird, aber über Jahre hinweg täglich läuft, lohnt sich ein genauer Blick.

Hier sind die wichtigsten Punkte, unterteilt in Technik, Betriebsart und Nutzung:

1. Das EU-Energielabel verstehen

Seit einigen Jahren müssen Dunstabzugshauben ein EU-Energielabel tragen. Achten Sie auf folgende Werte:

  • Energieeffizienzklasse: Diese reicht von A+++ bis D (früher E). Ein Gerät der Klasse A oder höher verbraucht deutlich weniger Strom.
  • Jährlicher Energieverbrauch (kWh/Jahr): Dieser Wert ist ein Schätzwert, der auf einer durchschnittlichen täglichen Nutzung basiert.
  • Fluiddynamische Effizienz: Dies ist fast wichtiger als die reine Stromklasse. Sie gibt an, wie effizient der Motor die Luft bewegt. Eine Klasse-A-Bewertung hier bedeutet, dass der Motor die Energie optimal in Luftstrom umsetzt.
  • Beleuchtungseffizienz: Da das Licht beim Kochen oft lange brennt, ist eine gute Klasse (meist durch LEDs erreicht) wichtig.

2. Der Motor (EC-Technologie)

Moderne, hochwertige Dunstabzugshauben nutzen oft EC-Motoren (bürstenlose Motoren).

  • Vorteil: Sie verbrauchen bis zu 70 % weniger Energie als herkömmliche Motoren.
  • Zusatznutzen: Sie sind meist deutlich leiser und langlebiger.

3. Abluft vs. Umluft (Der energetische Gesamtzusammenhang)

Hier muss man nicht nur den Stromverbrauch des Geräts, sondern die Energiebilanz des Hauses betrachten:

  • Abluft: Sie ist effizienter beim Abzug von Feuchtigkeit und Gerüchen, aber im Winter saugt sie warme Heizungsluft nach draußen. Das erhöht die Heizkosten indirekt massiv.
  • Umluft: Die warme Luft bleibt im Raum (gut im Winter), aber der Motor muss gegen den Widerstand eines Aktivkohlefilters arbeiten, was den Stromverbrauch pro Betriebsstunde leicht erhöht.
  • Tipp: In modernen Passiv- oder Niedrigenergiehäusern sind Umlufthauben oft die bessere Wahl für die Gesamtenergiebilanz.

4. Die Beleuchtung

Achten Sie darauf, dass die Haube mit LEDs ausgestattet ist. Ältere Modelle haben oft Halogenlampen (20–40 Watt pro Lampe). LEDs verbrauchen nur 2–5 Watt bei gleicher Helligkeit. Da das Licht oft auch nach dem Kochen als Ambientebeleuchtung anbleibt, summiert sich das über das Jahr.

5. Wartung und Reinigung (Einfluss auf die Effizienz)

Ein verschmutzter Filter ist ein Energiefresser:

  • Fettfilter: Wenn das Metallgitter mit Fett zugesetzt ist, muss der Motor viel stärker arbeiten, um die Luft durchzusaugen. Reinigen Sie die Filter alle 4 Wochen im Geschirrspüler.
  • Aktivkohlefilter (bei Umluft): Wenn diese gesättigt sind, sinkt die Reinigungsleistung und der Luftwiderstand steigt. Tauschen Sie diese gemäß Herstellerangaben (meist alle 6–12 Monate) oder nutzen Sie regenerierbare Filter.

6. Richtiges Nutzerverhalten

  • Stufe 1 reicht oft: Viele schalten sofort auf die höchste Stufe ("Power" oder "Intensiv"). Meist reicht die kleinste Stufe aus, wenn man sie rechtzeitig einschaltet. Die höchste Stufe verbraucht oft ein Vielfaches an Strom.
  • Rechtzeitig einschalten: Schalten Sie die Haube 2–3 Minuten vor dem Kochen ein, damit sich ein Luftstrom aufbauen kann.
  • Nachlaufautomatik: Nutzen Sie die Nachlauffunktion (die Haube schaltet nach 10–15 Min. von selbst ab). So wird die Restfeuchtigkeit entfernt, ohne dass das Gerät die ganze Nacht durchläuft, falls man das Ausschalten vergisst.

Zusammenfassung: Worauf beim Kauf achten?

  1. Energieklasse A+ oder besser.
  2. EC-Motor (bürstenlos).
  3. LED-Beleuchtung.
  4. Hohe fluiddynamische Effizienz (Klasse A).
  5. Passende Größe: Eine zu kleine Haube muss immer auf Volllast laufen; eine passende Haube arbeitet auf niedriger Stufe effizienter.