Worauf muss man beim richtigen Anlegen einer Windel achten, um Leckagen zu vermeiden?

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Das richtige Anlegen einer Windel ist entscheidend, um nasse Überraschungen und Hautirritationen zu vermeiden. Egal ob bei Babys oder in der Erwachsenenpflege – die Prinzipien sind ähnlich.

Hier sind die wichtigsten Punkte, auf die Sie achten müssen, um Leckagen zu verhindern:

1. Die richtige Größe wählen

Dies ist der häufigste Grund für Undichtigkeiten.

  • Zu klein: Die Saugkapazität reicht nicht aus, und die Windel schneidet ein.
  • Zu groß: Es entstehen Lücken an den Beinen oder am Rücken, durch die Flüssigkeit austreten kann.
  • Orientierung: Die Gewichtsangaben auf den Packungen sind nur Richtwerte. Wenn die Windel Abdrücke an den Oberschenkeln hinterlässt oder häufig ausläuft, ist es Zeit für die nächste Größe.

2. Die Beinbündchen nach außen richten (Wichtigster Schritt!)

Jede moderne Windel hat doppelte elastische Bündchen an den Beinen.

  • Der Fehler: Oft klappen die inneren oder äußeren Bündchen nach innen um.
  • Die Lösung: Fahren Sie nach dem Verschließen mit dem Finger einmal rund um die Beinchen. Die Rüschen (der Auslaufschutz) müssen komplett nach außen geklappt sein. Wenn sie nach innen liegen, wirken sie wie eine Docht-Leitung für die Nässe.

3. Die Windel "aufschütteln" oder "aktivieren"

Bevor Sie die Windel unterlegen, sollten Sie sie einmal der Länge nach auseinanderfalten und leicht in Form ziehen (wie ein kleines Schiffchen). Das lockert den Saugkern auf und stellt die inneren Barrieren auf, damit sie Flüssigkeit besser stoppen können.

4. Die richtige Höhe (Vorne vs. Hinten)

  • Am Rücken: Die Windel sollte hinten hoch genug sitzen (etwa auf Bauchnabelhöhe), um das "Auslaufen nach oben" (besonders bei Muttermilchstuhl) zu verhindern.
  • Symmetrie: Achten Sie darauf, dass die Windel mittig sitzt. Die meisten Windeln haben farbige Markierungen oder Muster im vorderen Bereich, an denen man sich orientieren kann, um die Klettverschlüsse gleichmäßig weit links und rechts zu befestigen.

5. Die Verschlussspannung (Zwei-Finger-Regel)

  • Die Windel darf nicht zu locker sitzen, sonst rutscht sie.
  • Sie darf nicht zu fest sitzen, um die Atmung und Verdauung nicht einzuschränken.
  • Test: Es sollten bequem zwei Finger zwischen Bauch und Windel passen.

6. Besonderheit bei Jungen: "Pipi-Strahler" nach unten

Achten Sie beim Anlegen darauf, dass der Penis nach unten zeigt. Zeigt er nach oben oder zur Seite, zielt der Urinstrahl genau auf den Rand der Windel oder den Bauchbund, was fast zwangsläufig zum Auslaufen führt.

7. Body oder Kleidung nicht zu eng

Wenn der Body oder die Hose über der Windel sehr eng sitzt, entsteht Druck auf den Saugkern (der sogenannte "Schwammeffekt"). Die Flüssigkeit wird dann aus dem Saugmaterial herausgepresst und gelangt an die Kleidung. Im Zweifelsfall den Body eine Nummer größer wählen oder eine Body-Verlängerung nutzen.

8. Hautpflege-Produkte sparsam verwenden

Zu viel Wundschutzcreme oder Puder kann die Poren der Windel-Innenseite verstopfen. Dadurch kann der Vlies die Flüssigkeit nicht mehr schnell genug aufsaugen, und sie perlt einfach ab und läuft aus der Windel heraus.

Zusammenfassung: Der schnelle Check nach dem Wickeln

  1. Sitzt die Windel gerade?
  2. Sind die Beinbündchen nach außen gestülpt?
  3. Passen zwei Finger unter den Bauchbund?
  4. Ist der Penis (bei Jungen) unten?

Wenn Sie diese Punkte beachten, ist die Wahrscheinlichkeit für Leckagen deutlich reduziert!