Woran erkennt man eine Undichtigkeit im Schlauchsystem oder am Wischwasserbehälter?

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Eine Undichtigkeit im Wischwassersystem lässt sich meist recht einfach diagnostizieren. Hier sind die typischen Anzeichen, unterteilt in äußere Symptome und Funktionsstörungen:

1. Äußere Anzeichen (Sichtprüfung)

  • Pfützenbildung: Das offensichtlichste Zeichen. Wenn unter dem Auto (meist im Bereich hinter dem vorderen Stoßfänger oder in der Nähe der Radkästen) eine Pfütze ist, die nach Reinigungsmittel riecht und meist blau, grün oder pink gefärbt ist, ist das System undicht.
  • Feuchte Stellen im Motorraum: Wenn die Dämmmatte unter der Motorhaube nass ist oder Bauteile im Motorraum mit bläulichen Krusten (getrocknete Reiniger-Rückstände) überzogen sind, deutet dies auf einen defekten Schlauch oder eine undichte Steckverbindung hin.
  • Schneller Verlust des Füllstandes: Wenn du den Behälter voll auffüllst und bereits nach wenigen Tagen (ohne viel zu sprühen) die Warnleuchte für das Wischwasser wieder leuchtet, liegt ein Leck vor.

2. Funktionsstörungen beim Betätigen

  • Kein Wasser trotz Pumpengeräusch: Wenn du den Hebel ziehst, das typische Summen der Elektropumpe hörst, aber kein Wasser an den Düsen ankommt, ist entweder eine Leitung verstopft oder – wahrscheinlicher – ein Schlauch abgegangen oder gerissen.
  • Geringer Wasserdruck: Wenn das Wasser nur noch schwach aus den Düsen "spuckt", obwohl der Behälter voll ist, entweicht der Druck oft durch einen Riss im Schlauch.
  • Verzögertes Ansprechen: Wenn die Pumpe lange laufen muss, bevor das erste Wasser kommt, läuft das Wasser im System wahrscheinlich durch ein Leck zurück in den Behälter oder ins Freie, anstatt durch das Rückschlagventil gehalten zu werden.

3. Gezielte Suche nach der Ursache

Um herauszufinden, ob es der Behälter, die Pumpe oder der Schlauch ist, gehe so vor:

  1. Auffüllen und Beobachten: Fülle den Behälter bis oben hin voll. Tropft es sofort unten raus, ohne dass die Pumpe läuft? Dann hat der Behälter selbst einen Riss oder die Dichtung der Pumpe (die meist nur in den Behälter gesteckt ist) ist porös.
  2. Pumpe betätigen: Lass eine zweite Person die Scheibenreinigung aktivieren, während du bei geöffneter Motorhaube schaust (Vorsicht vor beweglichen Teilen!).
    • Spritzt es irgendwo im Motorraum? -> Schlauch defekt.
    • Läuft es unten am Behälter massiv raus, sobald die Pumpe läuft? -> Dichtung der Pumpe oder ein Riss im Pumpengehäuse.
  3. Marderbisspuren: Schläuche sind oft Opfer von Mardern. Suche nach kleinen Einstichstellen oder zerfetzten Gummistücken.

Häufige Schwachstellen:

  • Verbindungsstücke: T-Stücke oder Y-Verteiler aus Kunststoff werden mit den Jahren spröde und brechen.
  • Übergang zur Motorhaube: Da der Schlauch beim Öffnen und Schließen der Haube ständig bewegt wird, knickt oder bricht er hier besonders oft.
  • Frostschäden: Wenn im Winter zu wenig Frostschutz im Wasser war, kann das gefrierende Wasser den Kunststoffbehälter oder die Pumpe sprengen.

Tipp: Falls du ein Leck im Schlauch findest, gibt es im Fachhandel günstige Reparatur-Sets (Verbinder), mit denen man das defekte Stück einfach herausschneiden und den Schlauch wieder flicken kann, ohne das ganze System tauschen zu müssen.

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