Woran erkennt man, dass eine Schutzbrille beschädigt ist und ausgetauscht werden muss?

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Die Sicherheit einer Schutzbrille ist nur dann gewährleistet, wenn sie sich in einem einwandfreien Zustand befindet. Sobald die Schutzwirkung beeinträchtigt ist, muss sie sofort ausgetauscht werden.

Hier sind die wichtigsten Anzeichen, an denen man erkennt, dass eine Schutzbrille beschädigt ist:

1. Beschädigungen an den Sichtscheiben

Die Gläser (Sichtscheiben) sind das Herzstück der Brille. Tauschen Sie die Brille aus, wenn:

  • Kratzer vorhanden sind: Auch feine Kratzer streuen das Licht. Das führt zur Ermüdung der Augen und verschlechtert die Sicht (Unfallgefahr). Zudem schwächen tiefe Kratzer die mechanische Festigkeit des Materials.
  • Risse oder Sprünge sichtbar sind: Selbst kleinste Haarrisse können dazu führen, dass die Scheibe bei einem Aufprall splittert oder bricht.
  • Trübungen oder Verfärbungen auftreten: Wenn die Scheibe "blind" wird, gelblich anläuft oder milchig aussieht, ist das Material meist durch UV-Strahlung oder Chemikalien gealtert.
  • Nicht entfernbare Verschmutzungen: Eingebrannte Schweißfunken (Metallspritzer) oder Farbspritzer, die sich nicht rückstandsfrei entfernen lassen, beeinträchtigen die Sicht.

2. Mängel am Gestell und den Bügeln

Das Gestell hält die Scheibe in Position. Ein Defekt hier gefährdet den sicheren Sitz:

  • Verformungen: Wenn die Brille verbogen ist und nicht mehr fest auf der Nase oder hinter den Ohren sitzt.
  • Bruchstellen: Wenn Bügel angeknackst sind oder die Fassung der Gläser Risse aufweist.
  • Instabile Gelenke: Wenn die Scharniere ausgeleiert sind und die Bügel keinen Halt mehr bieten.
  • Fehlende Teile: Fehlende Nasenpads oder Bügelenden führen zu Druckstellen und vermindertem Tragekomfort, was dazu führt, dass die Brille oft unbewusst abgesetzt wird.

3. Verschleiß bei Korbbrillen (Vollschutzbrillen)

Bei Brillen mit Kopfband und Dichtlippe:

  • Nachlassende Elastizität: Wenn das Kopfband ausgeleiert ist und die Brille nicht mehr fest an das Gesicht gedrückt wird.
  • Spröde Dichtungen: Wenn die weiche Kunststoff- oder Gummilippe hart, rissig oder klebrig wird. Dann ist kein Schutz vor Staub oder Chemikalienspritzern mehr gegeben.

4. Unleserliche Kennzeichnung

Nach der Norm DIN EN 166 müssen Schutzbrillen dauerhaft gekennzeichnet sein (Hersteller, Schutzstufe, optische Klasse, mechanische Festigkeit).

  • Sind diese Markierungen auf dem Gestell oder der Scheibe nicht mehr lesbar, gilt die Brille offiziell als nicht mehr sicherheitskonform und muss (besonders im gewerblichen Bereich) ausgetauscht werden.

5. Alter des Materials

Kunststoffe altern durch UV-Licht und Schweiß. Auch wenn keine direkten Schäden sichtbar sind, empfehlen viele Hersteller, Schutzbrillen nach etwa 2 bis 3 Jahren (bei täglichem Gebrauch) oder nach maximal 5 Jahren (bei Lagerung) auszutauschen, da das Material spröde werden kann und die Schlagfestigkeit nachlässt.


Faustregel für die Praxis:

„Im Zweifel austauschen!“ Eine neue Schutzbrille kostet nur wenige Euro – ein beschädigtes Auge ist unersetzlich.

Wichtig nach einem Zwischenfall: Wenn die Brille einen harten Schlag oder einen Aufprall abgefangen hat (z. B. durch ein weggeschleudertes Teil), muss sie sofort ausgetauscht werden, auch wenn sie äußerlich noch gut aussieht. Es können unsichtbare Mikrorisse im Material entstanden sein.

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