Woran erkennt man, dass ein Kondom abgelaufen oder beschädigt ist?

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Die Sicherheit eines Kondoms hängt maßgeblich davon ab, dass das Material (meist Latex) intakt und elastisch ist. Sobald ein Kondom abgelaufen oder beschädigt ist, steigt das Risiko, dass es reißt oder verrutscht.

Hier sind die wichtigsten Punkte, woran du erkennst, dass ein Kondom nicht mehr sicher ist:

1. Das Verfallsdatum (MHD)

Jedes Kondom hat ein Mindesthaltbarkeitsdatum. Dieses steht sowohl auf der Umverpackung (Karton) als auch auf jedem einzelnen Folienbriefchen.

  • Wichtig: Wenn das Datum überschritten ist, entsorge das Kondom. Das Material wird mit der Zeit spröde und das Gleitmittel trocknet aus.

2. Der „Luftpolster-Test“

Die Einzelverpackung eines Kondoms sollte immer luftdicht verschlossen sein.

  • So testest du es: Drücke die Verpackung vorsichtig zwischen Daumen und Zeigefinger zusammen. Du solltest einen Widerstand spüren, als wäre ein kleines Luftkissen darin.
  • Das Warnsignal: Wenn sich die Verpackung flach anfühlt und keine Luft darin ist, hat sie ein Loch. In diesem Fall kann das Kondom ausgetrocknet oder durch Bakterien verunreinigt sein. Nicht benutzen!

3. Zustand der Verpackung

Untersuche die Folie auf äußere Schäden:

  • Gibt es Knicke, Risse oder Einstiche?
  • Sieht die Folie verblichen oder abgenutzt aus (typisch, wenn man es zu lange im Portemonnaie getragen hat)?

4. Beschaffenheit des Kondoms (nach dem Öffnen)

Wenn du die Verpackung vorsichtig (ohne Zähne oder scharfe Fingernägel!) geöffnet hast, achte auf das Kondom selbst:

  • Trockenheit: Fühlt sich das Kondom trocken oder stumpf an? Dann ist das Gleitmittel verdunstet.
  • Klebrigkeit: Klebt das Kondom an sich selbst fest oder fühlt es sich ungewöhnlich schleimig/zäh an? Das deutet auf eine Zersetzung des Materials hin.
  • Brüchigkeit: Wirkt das Material spröde oder steif?
  • Geruch: Ein stark unangenehmer oder ranziger Geruch ist ein Zeichen dafür, dass das Gleitmittel abgelaufen oder das Material beschädigt ist.

5. Verfärbungen

Das Kondom sollte eine gleichmäßige Farbe haben (außer bei speziellen Mustern). Flecken oder Verfärbungen sind ein Warnsignal für Materialermüdung.


Was schadet Kondomen besonders?

Damit es gar nicht erst zu Schäden kommt, solltest du diese „Kondom-Killer“ vermeiden:

  • Hitze und Sonne: Lagerung im Handschuhfach des Autos oder auf der Fensterbank macht das Latex porös.
  • Reibung: Das Tragen im Portemonnaie oder in der Hosentasche führt durch ständige Bewegung zu Mikrorissen in der Folie.
  • Öle und Fette: Benutze niemals Bodylotion, Massageöl oder Vaseline zusammen mit Latexkondomen. Diese machen das Material innerhalb von Sekunden löchrig. Verwende nur wasser- oder silikonbasierte Gleitmittel.

Goldene Regel: Wenn du dir unsicher bist – sei es wegen des Datums, eines kleinen Kratzers an der Verpackung oder weil es sich „komisch“ anfühlt: Wirf es weg und nimm ein neues. Ein Kondom ist viel günstiger als die Folgen eines gerissenen Schutzes.

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