Woher stammt der Begriff „Toast“ ursprünglich?

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Der Begriff „Toast“ hat eine interessante Geschichte, die sich über Jahrhunderte von einer Zubereitungsart für Brot zu einem festlichen Trinkspruch entwickelt hat.

Hier ist der Ursprung in zwei Schritten:

1. Die sprachliche Herkunft (Das Brot)

Das Wort leitet sich vom lateinischen Verb „torrere“ ab, was so viel wie „dörren“, „rösten“ oder „verbrennen“ bedeutet.

  • Im Altfranzösischen wurde daraus „toster“ (rösten).
  • Im 14. Jahrhundert gelangte das Wort ins Englische als „toast“ für geröstetes Brot.

2. Der „Trinkspruch“ (Die Tradition)

Dass wir heute bei einer Rede „einen Toast ausbringen“, liegt an einer alten englischen Sitte aus dem 17. Jahrhundert.

Damals war es üblich, ein Stück geröstetes, oft gewürztes Brot in ein Glas Wein oder Bier zu legen. Dies hatte zwei Gründe:

  1. Geschmack: Das geröstete Brot sollte schlechten Wein genießbarer machen (indem es Säure oder Fuselstoffe band) und ihm ein Aroma verleihen.
  2. Sättigung: Man aß das aufgeweichte Brot am Ende oft auf.

In der britischen Gesellschaft des 17. und 18. Jahrhunderts wurde es Sitte, beim Trinken die Gesundheit einer Person zu preisen. Man sagte, die geehrte Person sei wie das Stück Toast im Becher: Sie verleihe der Versammlung erst den richtigen „Geschmack“.

Die Entwicklung zum „Toastmaster“

Bald wurde die Person, die geehrt wurde, selbst als „Toast“ bezeichnet (z. B. „the toast of the town“ – der Liebling der Stadt). Da bei großen Gelagen oft zu viele Toasts auf zu viele Leute ausgebracht wurden (was zu exzessivem Trinken führte), führte man den „Toastmaster“ ein. Er war dafür zuständig, die Reden zu ordnen und sicherzustellen, dass die Feier nicht aus dem Ruder lief.

Zusammenfassend: Der Begriff stammt vom lateinischen Wort für „rösten“. Dass wir heute reden, statt nur Brot zu essen, liegt an dem alten Brauch, eine geröstete Brotscheibe in den Wein zu werfen, um den Geschmack zu verbessern und jemanden zu ehren.