Wo liegt der ursprüngliche Herkunftsort des Apfels?
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Der ursprüngliche Herkunftsort des Kulturapfels (Malus domestica) liegt in Zentralasien, genauer gesagt im Tienschan-Gebirge. Dieses Gebirge erstreckt sich über das Grenzgebiet von Kasachstan, Kirgisistan und dem Nordwesten Chinas.
Hier sind einige interessante Details dazu:
- Der wilde Vorfahre: Genetische Untersuchungen haben bestätigt, dass der direkte Urahn fast aller modernen Apfelsorten der Asiatische Wildapfel (wissenschaftlicher Name: Malus sieversii) ist. Diese Bäume wachsen dort noch heute in wilden Wäldern.
- Almaty – Die Stadt der Äpfel: Die ehemalige kasachische Hauptstadt Almaty leitet ihren Namen vom kasachischen Wort „Alma“ (Apfel) ab. „Almaty“ bedeutet übersetzt so viel wie „Stadt der Äpfel“ oder „Ort der Äpfel“. In der Region gibt es noch immer Wälder mit wilden Apfelbäumen, die teilweise über 300 Jahre alt sind.
- Verbreitung über die Seidenstraße: Von Zentralasien aus gelangte der Apfel über die alten Handelsrouten der Seidenstraße nach Westen (Richtung Europa) und Osten (Richtung China). Dabei kreuzte er sich mit anderen Wildapfelarten (wie dem Europäischen Holzapfel), was zur heutigen Vielfalt der Sorten führte.
- Kultivierung: Die Römer spielten später eine entscheidende Rolle bei der Verfeinerung und Verbreitung der Äpfel in Europa, da sie die Techniken des Pfropfens und Veredelns beherrschten und perfektionierten.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Wiege des Apfels steht in den Bergwäldern des heutigen Kasachstans.