Wie wird ein Heftpflaster hygienisch korrekt auf eine Wunde aufgebracht?
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Das korrekte Aufbringen eines Heftpflasters ist entscheidend, um Infektionen zu vermeiden und die Wundheilung zu fördern. Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für die hygienisch einwandfreie Versorgung einer kleinen Wunde:
1. Vorbereitung und Handhygiene
Bevor Sie die Wunde oder das Pflaster berühren, müssen Ihre Hände sauber sein.
- Hände waschen: Waschen Sie Ihre Hände gründlich mit Seife und trocknen Sie sie mit einem sauberen Handtuch ab.
- Handschuhe (optional): Wenn Sie eine andere Person verarzten, sind Einmalhandschuhe ideal, um sich selbst und den Patienten zu schützen.
2. Wundreinigung
Eine saubere Wunde heilt schneller.
- Reinigen: Spülen Sie Schmutz oder Fremdkörper vorsichtig mit klarem Leitungswasser (Trinkwasserqualität) oder spezieller Kochsalzlösung aus.
- Nicht reiben: Tupfen Sie die Umgebung der Wunde vorsichtig trocken. Die Wunde selbst sollte nicht mit einem fusselnden Tuch berührt werden.
3. Desinfektion
- Sprühen Sie ein schmerzloses Wundantiseptikum (z. B. mit den Wirkstoffen Octenidin oder Polyhexanid) auf die Wunde.
- Warten: Lassen Sie das Desinfektionsmittel kurz einwirken (meist ca. 30–60 Sekunden, Packungsbeilage beachten), bevor Sie das Pflaster aufkleben. Die Haut um die Wunde muss trocken sein, damit das Pflaster haftet.
4. Das Pflaster vorbereiten
- Größe wählen: Das Pflaster sollte so groß sein, dass die Wundauflage (das Vlies) die Wunde vollständig bedeckt, ohne dass die Klebefläche die Wunde berührt.
- Zuschneiden (falls nötig): Wenn Sie Meterware verwenden, schneiden Sie diese mit einer sauberen (idealerweise desinfizierten) Schere ab.
5. Das hygienische Aufbringen (Die "Berührungsfrei-Technik")
Dies ist der wichtigste Schritt, um die Keimfreiheit der Wundauflage zu garantieren:
- Fassen Sie das Pflaster an den äußeren Enden an.
- Ziehen Sie die Schutzfolie auf einer Seite ein Stück ab, sodass die Wundauflage freiliegt, ohne sie zu berühren.
- Platzieren Sie die Wundauflage genau über der Wunde.
- Drücken Sie das klebende Ende fest.
- Ziehen Sie nun die zweite Schutzfolie vorsichtig ab, während Sie das Pflaster glattstreichen.
- Wichtig: Berühren Sie niemals das weiße Vlies (die Wundauflage) mit den Fingern!
6. Fixierung
- Streichen Sie die Kleberänder fest an die Haut an, damit keine Lücken entstehen, durch die Schmutz oder Wasser eindringen könnten.
- Achten Sie darauf, das Pflaster ohne Zug aufzukleben. Wenn man es beim Kleben dehnt, spannt es später unangenehm auf der Haut.
7. Nachsorge und Wechsel
- Täglicher Wechsel: Wechseln Sie das Pflaster mindestens einmal täglich.
- Bei Nässe/Schmutz: Sobald das Pflaster feucht (durch Wasser oder Wundsekret) oder verschmutzt ist, muss es sofort gewechselt werden.
- Beobachtung: Achten Sie beim Wechsel auf Anzeichen einer Infektion (starke Rötung, Pochen, Hitze, Eiter oder Schwellung). In diesem Fall sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Pro-Tipp für Gelenke (z.B. Finger oder Ellenbogen): Verwenden Sie spezielle Gelenkpflaster oder schneiden Sie ein normales Pflaster an den kurzen Seiten in der Mitte ein (V-Schnitt), damit es sich der Bewegung besser anpassen kann, ohne abzufallen.