Wie wird Alufolie fachgerecht entsorgt und recycelt?

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Die fachgerechte Entsorgung von Alufolie ist wichtig, da Aluminium ein wertvoller Rohstoff ist, der sich nahezu ohne Qualitätsverlust unendlich oft recyceln lässt. Das spart im Vergleich zur Neuproduktion bis zu 95 % Energie.

Hier ist der Leitfaden für die richtige Entsorgung und den Recyclingprozess:

1. Wo wird Alufolie entsorgt?

In Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es leicht unterschiedliche Systeme, aber das Prinzip ist gleich:

  • Deutschland: Alufolie gehört in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack. In einigen Kommunen gibt es stattdessen eine Wertstofftonne, in die auch stoffgleiche Nicht-Verpackungen (z. B. eine alte Alupfanne) dürfen.
  • Österreich: Entsorgung über die Blaue Tonne (Metalle) oder den Gelben Sack (je nach Region).
  • Schweiz: Alufolie gehört in die speziellen Alu-Sammelbehälter an den kommunalen Sammelstellen (meist zusammen mit Getränkedosen).

2. Vorbereitung: Was ist zu beachten?

Damit die Sortieranlagen die Folie optimal erfassen können, sollten Sie drei Regeln beachten:

  1. Löffelrein: Die Folie muss nicht glänzend sauber gespült sein, sollte aber keine groben Essensreste mehr enthalten (z. B. keine halbe Lasagne). Ein kurzes Abwischen genügt.
  2. Nicht zusammenknüllen? Doch! Im Gegensatz zu Papier ist es bei Alufolie oft hilfreich, sie zu einer Kugel zu formen. Kleine, flache Schnipsel können in den Sortieranlagen durch die Siebe fallen oder weggeweht werden. Eine Faustgroße Kugel wird von den Maschinen (Wirbelstromscheidern) besser erkannt.
  3. Verbundstoffe trennen: Wenn die Alufolie mit anderen Materialien verbunden ist (z. B. der Deckel eines Joghurtbechers, der meist aus Alu und Kunststoff besteht), ziehen Sie diese vollständig voneinander ab. Nur getrennte Materialien können recycelt werden.

3. Wie funktioniert der Recyclingprozess?

Nachdem die Alufolie im Müllwagen gelandet ist, durchläuft sie folgende Schritte:

  • Sortierung: In der Sortieranlage werden Metalle mithilfe eines Wirbelstromscheiders von Kunststoffen und anderen Abfällen getrennt. Magnetische Metalle (Eisen/Stahl) werden zuvor per Magnet aussortiert.
  • Zerkleinerung & Reinigung: Das gesammelte Aluminium wird geshreddert. Lacke oder Beschichtungen werden durch Erhitzen (Pyrolyse) entfernt.
  • Schmelzen: Die Alustücke werden bei ca. 660 Grad Celsius eingeschmolzen.
  • Neues Produkt: Das flüssige Aluminium wird in Barren gegossen und kann zu neuen Produkten verarbeitet werden – von der neuen Alufolie über Autoteile bis hin zu Fensterrahmen.

4. Sonderfall: Beschichtete Alufolie

Manche Materialien sehen aus wie Alufolie, sind aber Kunststofffolien mit einer hauchdünnen Aluminiumschicht (z. B. Chipstüten oder manche Kaffeeverpackungen).

  • Test: Machen Sie den Knüll-Test. Bleibt die Folie zusammengeknüllt, ist es meist echtes Aluminium. Springt sie wieder auf, ist es kunststoffbeschichtet. Beides gehört in die Gelbe Tonne, wird aber unterschiedlich recycelt.

5. Der Umweltaspekt (Vermeidung ist besser)

Obwohl Aluminium gut recycelbar ist, ist die Primärgewinnung (aus Bauxit) extrem umweltschädlich (Abholzung des Regenwaldes, Rotschlamm-Abfall, enormer Stromverbrauch).

  • Tipp: Verwenden Sie Alufolie mehrmals, wenn sie nicht stark verschmutzt ist.
  • Alternativen: Bienenwachstücher, Edelstahldosen oder einfach ein Teller über der Schüssel sparen den Abfall komplett ein.

Zusammenfassend: Saubere Alufolie zur Kugel rollen und ab in die Gelbe Tonne / den Gelben Sack. Damit leisten Sie einen echten Beitrag zur Kreislaufwirtschaft.