Wie verhindert man eingewachsene Haare durch die Nutzung eines Epilierers?

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Eingewachsene Haare entstehen beim Epilieren meistens deshalb, weil das Haar entweder unter der Hautoberfläche abbricht oder weil die Hautöffnung durch abgestorbene Hautschüppchen verstopft ist, sodass das nachwachsende (oft dünnere) Haar nicht durch die Haut dringen kann.

Hier ist ein Schritt-für-Schritt-Plan, wie du eingewachsene Haare effektiv verhinderst:

1. Vorbereitung: Das A und O (Peeling)

Das ist der wichtigste Schritt. Du musst die Hautoberfläche von abgestorbenen Hautschuppen befreien.

  • Regelmäßiges Peeling: Nutze 2–3 Mal pro Woche einen Peeling-Handschuh, ein Körperpeeling (z. B. mit Zucker oder Salz) oder eine Trockenbürste.
  • Direkt vor dem Epilieren: Ein sanftes Peeling kurz vor der Anwendung stellt sicher, dass die Haare frei liegen und vom Epilierer besser gegriffen werden können.
  • Chemische Peelings (Geheimtipp): Lotionen mit Salicylsäure (BHA) oder Milchsäure (AHA) lösen Verhornungen chemisch und sanfter als mechanische Peelings. Sie sind besonders effektiv gegen eingewachsene Haare.

2. Die Haut "einweichen"

  • Epiliere am besten nach einem warmen Bad oder einer Dusche. Die Wärme öffnet die Poren und macht die Haare weicher, wodurch sie sich leichter samt Wurzel entfernen lassen, statt abzubrechen.
  • Wichtig: Die Haut muss vor dem Epilieren (außer bei Wet&Dry-Geräten) wieder komplett trocken und fettfrei sein.

3. Die richtige Technik beim Epilieren

  • 90-Grad-Winkel: Halte den Epilierer immer im rechten Winkel zur Haut.
  • Haut straffen: Ziehe die Haut mit der freien Hand straff. Das hilft dem Gerät, die Haare an der Wurzel zu packen, und verhindert Verletzungen.
  • Gegen die Wuchsrichtung: Führe das Gerät langsam und ohne Druck gegen die Haarwuchsrichtung. Wenn du zu schnell ziehst, reißen die Haare eher ab, als dass sie ausgezupft werden.

4. Die richtige Nachsorge

  • Beruhigung: Nutze nach dem Epilieren ein alkoholfreies Aloe-Vera-Gel oder eine Lotion mit Panthenol, um Rötungen zu lindern.
  • Keine schweren Öle: Vermeide direkt nach dem Epilieren sehr reichhaltige, ölige Cremes, da diese die frisch geöffneten Poren verstopfen können.
  • Desinfektion: Bei empfindlicher Haut kann ein mildes, alkoholfreies Desinfektionsspray (z.B. Octenisept) helfen, Entzündungen vorzubeugen.

5. Kleidung wählen

  • Trage direkt nach dem Epilieren lockere Kleidung aus Naturstoffen wie Baumwolle. Eng anliegende Synthetik-Stoffe (wie Skinny Jeans oder Leggings) reiben an der Haut und können Haare dazu zwingen, unter die Hautoberfläche zu wachsen.

6. Kontinuität

  • Warte nicht zu lange zwischen den Sitzungen. Wenn die Haare noch sehr kurz und fein sind, ist die Gefahr des Abbrechens geringer.

Was tun, wenn doch ein Haar einwächst?

  • Nicht drücken oder knubbeln! Das führt zu Entzündungen und Narben.
  • Nutze ein lokales Mittel mit Salicylsäure.
  • Wenn das Haar nahe an der Oberfläche ist, kannst du es vorsichtig mit einer sterilisierten Pinzette herausheben (nicht ausreißen, nur an die Oberfläche holen), sobald die Hautöffnung frei ist.

Zusammenfassend: Die Kombination aus konsequentem Peeling (am besten 2 Tage nach dem Epilieren wieder beginnen) und der richtigen Zugtechnik ist der Schlüssel zu glatter Haut ohne Entzündungen.