Fallen bei der Nutzung oder dem Kauf von Guthabenkarten Gebühren an?

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Das kommt ganz auf die Art der Guthabenkarte an. Man muss hier grundsätzlich zwischen drei Kategorien unterscheiden:

1. Klassische Geschenkkarten (z. B. Amazon, Douglas, IKEA, App Store & iTunes)

Bei diesen Karten fallen in der Regel keine zusätzlichen Gebühren an.

  • Beim Kauf: Wenn du eine Karte für 25 € kaufst, zahlst du exakt 25 € und hast 25 € Guthaben.
  • Bei der Nutzung: Der volle Betrag wird eins zu eins auf den Einkauf angerechnet.
  • Achtung: Es gibt vereinzelt Karten (oft von Einkaufszentren oder "Universalgutscheine"), die nach einer langen Zeit der Nichtnutzung (z. B. nach 12 oder 24 Monaten) eine geringe monatliche Verwaltungsgebühr vom Restguthaben abziehen.

2. Prepaid-Kreditkarten (z. B. Visa oder Mastercard von Tankstellen oder aus dem Internet)

Hier gibt es fast immer Gebühren, da die Herausgeber an den Transaktionen verdienen wollen.

  • Ausgabegebühr: Einmaliger Preis beim Kauf der Karte (z. B. 9,90 €).
  • Aufladegebühr: Oft wird ein Prozentsatz (z. B. 3 %) des aufgeladenen Betrags einbehalten.
  • Monats- oder Jahresgebühr: Manche Karten kosten eine fixe Gebühr pro Monat.
  • Fremdwährungsgebühr: Wenn du in einer anderen Währung als Euro bezahlst.
  • Abhebungsgebühr: Wenn du mit der Karte Bargeld am Automaten ziehst.

3. Bezahlkarten aus dem Internet/Kiosk (z. B. paysafecard)

  • Beim Kauf: In der Regel zahlst du den Nennwert (z. B. 10 € für 10 € Guthaben).
  • Bereitstellungsgebühr: Das ist die wichtigste Falle. Wenn du das Guthaben nicht innerhalb einer bestimmten Zeit (meist 6 oder 12 Monate) aufbrauchst, wird monatlich eine Gebühr (z. B. 3 €) vom Restguthaben abgezogen, bis es leer ist.
  • Umtausch: Wenn du dir das Guthaben in bar auszahlen lassen willst, fallen oft hohe Gebühren an.

4. Prepaid-SIM-Karten (Telefonie)

  • Startpaket: Du zahlst einen Preis für das Starterset (z. B. 9,99 €), erhältst dafür aber meist ein gleich hohes oder sogar höheres Startguthaben.
  • Nutzung: Hier zahlst du keine Gebühr für die Karte an sich, sondern für den gewählten Tarif oder die verbrauchten Einheiten.

Zusammenfassung: Worauf solltest du achten?

  1. Das Kleingedruckte auf der Rückseite: Dort steht meistens, ob nach einer gewissen Zeit "Inaktivitätsgebühren" anfallen.
  2. Aktivierungsgebühr: Prüfe beim Kauf an der Kasse, ob der Preis auf der Karte dem Preis entspricht, den du bezahlen sollst.
  3. Gültigkeitsdauer: In Deutschland sind Gutscheine in der Regel 3 Jahre gültig (zum Jahresende), aber bei Prepaid-Zahlungsmitteln wie der paysafecard gelten oft kürzere Fristen für die Gebührenfreiheit.

Fazit: Bei normalen Laden-Geschenkkarten zahlst du fast nie Gebühren. Bei kartenbasierten Zahlungsmitteln (Prepaid-Kreditkarten) sind Gebühren hingegen der Standard.

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