Welche ökologischen Vorteile bietet die Nutzung eines SodaStream gegenüber dem Kauf von Flaschenwasser?

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Die Nutzung eines Wassersprudlers wie SodaStream bietet im Vergleich zum Kauf von Flaschenwasser (egal ob Plastik oder Glas) erhebliche ökologische Vorteile. Diese lassen sich in mehrere Kernbereiche unterteilen:

1. Massive Reduktion von Plastikmüll

Der offensichtlichste Vorteil ist die Vermeidung von Einweg-Plastikflaschen (PET).

  • Müllvermeidung: Eine einzige Sprudlerflasche ersetzt über einen Zeitraum von drei Jahren laut Herstellerangaben etwa 2.000 bis 3.000 Einwegflaschen.
  • Mikroplastik: Da weniger Plastik produziert und entsorgt werden muss, gelangt langfristig auch weniger Mikroplastik in die Umwelt und die Weltmeere.

2. Drastische Senkung der CO2-Emissionen (Transport)

Wasser ist schwer. Der Transport von abgefülltem Wasser vom Brunnen über das Logistikzentrum in den Supermarkt und schließlich zum Endverbraucher verbraucht enorme Mengen an Treibstoff.

  • Wegfall der Logistikkette: Leitungswasser kommt direkt aus dem Hahn. Es muss nicht per Lkw oder Bahn quer durch das Land (oder bei Marken wie Evian oder San Pellegrino sogar durch Europa) transportiert werden.
  • Emissionsvergleich: Studien zeigen, dass der CO2-Fußabdruck von Leitungswasser etwa 600-mal niedriger ist als der von Flaschenwasser. Selbst wenn man die Herstellung des Sprudlers und der CO2-Zylinder einrechnet, bleibt die Bilanz deutlich positiv.

3. Ressourceneffizienz bei der Herstellung

Die Produktion von Flaschen – egal ob aus Glas oder Kunststoff – ist energieintensiv.

  • Materialaufwand: Für die Herstellung einer 1-Liter-PET-Flasche werden etwa 0,1 Liter Erdöl und große Mengen Wasser benötigt (oft mehr Wasser, als die Flasche am Ende enthält).
  • Glas vs. PET: Glasflaschen sind zwar im Mehrwegsystem ökologisch besser als Einweg-Plastik, aber aufgrund ihres hohen Gewichts verursachen sie beim Transport wiederum mehr CO2-Emissionen als Plastik. Der Sprudler umgeht dieses Dilemma komplett.

4. Schutz der Wasserressourcen

Große Konzerne pumpen für Flaschenwasser oft Grundwasser in Regionen ab, in denen Wassermangel herrscht, was zu ökologischen Problemen vor Ort führen kann.

  • Lokale Nutzung: Mit einem SodaStream nutzen Sie das lokale Leitungswasser, das in Deutschland eines der am strengsten kontrollierten Lebensmittel ist und meist aus regionalen Quellen stammt.

5. Kreislaufsystem der CO2-Zylinder

Die für das Sprudeln benötigten CO2-Zylinder sind Teil eines geschlossenen Mehrwegsystems.

  • Ein leerer Zylinder wird gegen einen vollen getauscht, im Werk gereinigt, neu befüllt und wieder in den Kreislauf gebracht. Ein Zylinder hält oft viele Jahre lang.

Zusammenfassung der Öko-Bilanz

Ein Wassersprudler ist ökologisch fast immer die bessere Wahl, sobald er regelmäßig genutzt wird. Die "ökologische Amortisation" (also der Punkt, an dem die Umweltbelastung durch die Herstellung des Geräts durch die Einsparung von Flaschen wettgemacht wird) ist meist schon nach wenigen Monaten erreicht.

Ein kleiner Zusatzaspekt: Man spart auch die "graue Energie" für das Recycling. Selbst wenn PET-Flaschen recycelt werden, verbraucht der Prozess des Schredderns, Reinigens und Neuformens Energie. Gar kein Müll ist immer besser als recycelter Müll.