Wie verhindert man einen fettigen Film nach dem Eincremen der Hände?
Ein fettiger Film auf den Händen ist besonders im Alltag – etwa bei der Arbeit am Computer oder am Smartphone – störend. Um das zu vermeiden, gibt es verschiedene Strategien, die von der Wahl des Produkts bis zur richtigen Auftragetechnik reichen.
Hier sind die besten Tipps, um weiche Hände ohne Fettfilm zu bekommen:
1. Die richtige Produktwahl (Inhaltsstoffe)
Nicht jede Creme ist für jede Situation geeignet.
- Leichte Texturen für den Tag: Achte auf Begriffe wie „schnell einziehend“, „Hydro-Gel“ oder „Öl-in-Wasser-Emulsion“. Diese enthalten mehr Feuchtigkeit als Fett.
- Wirkstoffe: Cremes mit Glycerin, Hyaluronsäure oder Urea spenden Feuchtigkeit, ohne stark zu fetten.
- Vermeide: Produkte mit hohem Anteil an Vaseline, Mineralölen oder schweren Wachsen (wie Bienenwachs) am Tag. Diese legen sich wie ein Schutzfilm auf die Haut, ziehen aber kaum ein.
2. Die richtige Auftragetechnik (Der Handrücken-Trick)
Der häufigste Fehler ist, die Creme direkt in die Handflächen zu geben.
- Nur den Handrücken eincremen: Die Haut auf dem Handrücken ist dünn und hat kaum Talgdrüsen – sie braucht die Pflege am dringendsten. Die Handflächen hingegen schwitzen eher und fetten kaum nach.
- So geht’s: Gib einen Klecks Creme auf einen Handrücken und verreibe ihn mit dem anderen Handrücken. Erst ganz zum Schluss verteilst du die Reste kurz über die Handflächen und Fingerzwischenräume.
3. Weniger ist mehr (Dosierung)
Oft benutzen wir schlichtweg zu viel Produkt.
- Starte mit einer erbsengroßen Menge. Wenn das nicht reicht, kannst du nachlegen.
- Ein guter Indikator: Wenn du nach 2 Minuten immer noch glänzt, war es zu viel.
4. Strategisches Timing (Tag vs. Nacht)
Trenne deine Handpflege in zwei Routinen:
- Tagsüber: Eine leichte, feuchtigkeitsspendende Lotion verwenden.
- Nachts: Hier darf es die reichhaltige „Fettbombe“ sein. Creme deine Hände vor dem Schlafengehen dick ein. Wer extrem trockene Hände hat, kann zusätzlich Baumwollhandschuhe tragen. So zieht die Creme über Nacht tief ein, und du hast am nächsten Tag gepflegte Hände, ohne tagsüber nachcremen zu müssen.
5. Den „Überschuss“ abtupfen
Wenn es doch mal zu viel war oder die Creme nicht schnell genug einzieht:
- Drücke deine Hände kurz fest gegen ein Papiertaschentuch oder ein Kosmetiktuch. Das überschüssige Fett wird aufgesogen, die Pflegestoffe in der Haut bleiben erhalten.
- Alternativ: Reibe die Reste der Creme an deinen Ellenbogen oder Unterarmen ein – dort ist die Haut oft trocken und freut sich über das zusätzliche Fett.
6. Regelmäßiges Peeling
Manchmal zieht Creme schlecht ein, weil abgestorbene Hautschüppchen den Weg versperren.
- Einmal pro Woche ein sanftes Handpeeling (z. B. aus Olivenöl und Zucker oder ein fertiges Produkt) entfernt diese Schüppchen. Dadurch kann die Feuchtigkeit der Creme deutlich schneller und tiefer eindringen.
7. Hände auf feuchter Haut eincremen
Direkt nach dem Händewaschen (und leichtem Abtupfen) ist die Haut noch leicht feucht. Eine Creme kann die Feuchtigkeit in diesem Zustand besser „einschließen“ und lässt sich gleichmäßiger und dünner verteilen, was die Einziehzeit verkürzt.
Zusammenfassend: Nutze tagsüber eine leichte Lotion, konzentriere dich beim Einreiben auf die Handrücken und hebe dir die fettigen Cremes für die Nachtkur auf.