Wie oft am Tag sollte man seine Hände eincremen?
Es gibt keine feste Regel, wie oft man die Hände eincremen „muss“, da dies stark vom Hauttyp, der Jahreszeit und der täglichen Belastung abhängt. Als allgemeine Faustregel gilt jedoch: So oft wie nötig, aber mindestens 3-mal täglich.
Hier ist ein Leitfaden, wann das Eincremen besonders wichtig ist:
1. Nach jedem Händewaschen (Der wichtigste Zeitpunkt)
Wasser und Seife entfernen nicht nur Schmutz, sondern auch die natürlichen Fette der Haut. Wer sich häufig die Hände wäscht oder desinfiziert, sollte danach konsequent cremen, um den Schutzfilm der Haut wiederherzustellen.
2. Morgens und abends
- Morgens: Um die Hände auf die Umwelteinflüsse des Tages vorzubereiten (Kälte, Wind, trockene Heizungsluft).
- Abends: Vor dem Schlafengehen ist die beste Zeit für eine reichhaltige Pflege. Da die Haut nachts regeneriert und die Creme nicht durch Händewaschen wieder entfernt wird, kann sie besonders tief einziehen.
3. Abhängig von der Jahreszeit
- Im Winter: Durch den Wechsel zwischen eiskalter Außenluft und trockener Heizungsluft trocknet die Haut extrem schnell aus. Hier kann es notwendig sein, die Hände 5- bis 10-mal am Tag einzucremen.
- Im Sommer: Hier reicht oft ein leichtes Eincremen morgens und abends aus.
4. Bei Beanspruchung
Menschen, die viel handwerklich arbeiten, im Garten tätig sind oder im medizinischen Bereich arbeiten (häufige Desinfektion), sollten die Intervalle deutlich erhöhen.
Tipps für die richtige Pflege:
- Die richtige Creme wählen: Tagsüber eignen sich schnell einziehende Feuchtigkeitscremes (z. B. mit Urea oder Glycerin), damit man sofort weiterarbeiten kann. Nachts darf es eine fettreichere Salbe sein.
- Baumwollhandschuhe-Trick: Wenn die Hände sehr rissig sind, creme sie abends dick ein und ziehe dünne Baumwollhandschuhe darüber an. Das verstärkt die Wirkung über Nacht.
- Nicht zu viel: Eine erbsengroße Menge reicht meist aus. Zu viel Creme kann dazu führen, dass die Haut „faul“ wird und ihre eigene Schutzfunktion verringert (obwohl das bei Händen seltener passiert als im Gesicht).
- Abtrocknen nicht vergessen: Feuchtigkeit zwischen den Fingern kann die Haut aufweichen und anfälliger für Risse machen. Immer gut abtrocknen und dann erst cremen.
Zusammenfassend: Hören Sie auf Ihre Haut. Sobald sie sich leicht spannt, rau anfühlt oder glanzlos aussieht, ist es Zeit für eine Portion Handcreme.