Wie pflegt man Gartenmöbel aus Holz richtig?

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Die richtige Pflege von Gartenmöbeln aus Holz ist entscheidend, damit sie über viele Jahre hinweg schön bleiben und nicht verwittern. Holz ist ein Naturprodukt, das auf Feuchtigkeit, UV-Strahlung und Temperaturschwankungen reagiert.

Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für die optimale Pflege:

1. Die Grundreinigung (1–2 Mal pro Jahr)

Bevor Sie Öl oder Lasur auftragen, müssen die Möbel sauber sein.

  • Grober Schmutz: Entfernen Sie Staub, Pollen und Vogelkot mit einer weichen Bürste oder einem Tuch.
  • Feucht reinigen: Verwenden Sie lauwarmes Wasser mit etwas Kernseife oder spezieller Holzseife. Ein Schwamm oder eine Bürste hilft bei hartnäckigem Schmutz.
  • Wichtig: Benutzen Sie keinen Hochdruckreiniger! Der harte Wasserstrahl zerstört die Holzstruktur, macht die Oberfläche rau und begünstigt Schimmelbildung.

2. Das Holz trocknen lassen

Nach der Reinigung muss das Holz vollständig durchtrocknen (mindestens 24 Stunden, am besten im Schatten). Wenn das Holz noch feucht ist und geölt wird, kann die Feuchtigkeit im Inneren eingeschlossen werden, was zu Fäulnis führt.

3. Schleifen (optional, bei Bedarf)

Falls das Holz sehr rau ist oder einen grauen Schleier (Patina) angesetzt hat, den Sie entfernen möchten:

  • Verwenden Sie feines Schleifpapier (Körnung 120 bis 180).
  • Schleifen Sie immer in Richtung der Maserung.
  • Entfernen Sie den Schleifstaub gründlich mit einem trockenen Tuch oder einem Pinsel.

4. Die richtige Oberflächenbehandlung

Je nach Holzart und gewünschter Optik gibt es drei Möglichkeiten:

  • Holzöl (Empfohlen für Harthölzer wie Teak, Akazie, Eukalyptus):
    • Öl zieht tief ein und bewahrt die natürliche Farbe und Geschmeidigkeit.
    • Tragen Sie das Öl mit einem Pinsel oder einem fusselfreien Tuch dünn auf.
    • Warten Sie ca. 15 Minuten und wischen Sie überschüssiges Öl mit einem Lappen ab, um klebrige Stellen zu vermeiden.
  • Lasur:
    • Bildet einen dünnen Schutzfilm und bietet einen sehr hohen UV-Schutz. Ideal für Weichhölzer (Kiefer, Fichte).
  • Holz-Auffrischer (Entgrauer):
    • Speziell für Teakmöbel, die bereits grau geworden sind. Es stellt den ursprünglichen Farbton chemisch wieder her, bevor geölt wird.

5. Besonderheiten nach Holzart

  • Harthölzer (Teak, Robinie, Eiche): Diese Hölzer haben einen hohen Eigenölanteil und sind sehr widerstandsfähig. Wenn Sie die silbergraue Patina mögen, müssen Sie sie gar nicht ölen, sondern nur reinigen.
  • Weichhölzer (Kiefer, Fichte): Diese sind anfälliger für Pilze und Fäulnis. Sie benötigen zwingend einen regelmäßigen Schutzanstrich (Lasur oder Farbe).

6. Richtig überwintern

  • Nicht in beheizte Räume: Holz trocknet bei Heizungsluft zu stark aus und bekommt Risse.
  • Kühl und trocken: Ein unbeheizter Keller, eine Garage oder ein Carport sind ideal.
  • Belüftung: Wenn Sie Abdeckhauben verwenden, achten Sie darauf, dass die Luft zirkulieren kann (nicht luftdicht abschließen), um Schimmel zu vermeiden. Die Möbel sollten nicht direkt auf feuchtem Rasen stehen (lieber auf Steinplatten oder Untersetzern).

7. Kleine Wartung zwischendurch

  • Schrauben nachziehen: Holz arbeitet. Prüfen Sie einmal pro Saison, ob alle Schrauben noch fest sitzen.
  • Staunässe vermeiden: Stellen Sie die Möbel nach einem Regenguss schräg auf, damit das Wasser ablaufen kann.

Zusammenfassung: Einmal im Frühjahr gründlich reinigen und bei Bedarf ölen reicht meistens aus, um die Lebensdauer Ihrer Holzmöbel massiv zu verlängern!

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