Wie lagert man sperrige Gartenmöbel im Winter platzsparend und trocken?

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Die Lagerung von sperrigen Gartenmöbeln im Winter ist oft eine logistische Herausforderung. Um sie sowohl platzsparend als auch trocken zu halten, empfiehlt sich ein systematisches Vorgehen.

Hier ist ein Leitfaden, wie Sie das Beste aus Ihrem verfügbaren Platz herausholen und die Langlebigkeit Ihrer Möbel sichern:

1. Vorbereitung: Reinigung und Pflege

Bevor die Möbel verstaut werden, müssen sie sauber und absolut trocken sein.

  • Reinigen: Schmutz, Pollen und Vogelkot mit milder Seifenlauge entfernen.
  • Trocknen lassen: Feuchtigkeit ist der größte Feind (Schimmelgefahr). Lassen Sie die Möbel ein bis zwei Tage an der Luft (aber nicht im Regen) komplett durchtrocknen.
  • Materialpflege: Holzmöbel eventuell einölen, Metallmöbel auf Roststellen prüfen und ggf. behandeln.

2. Platzsparende Strategien

Sperrige Möbel lassen sich durch ein paar Tricks kompakter machen:

  • Zerlegen: Bei großen Tischen lassen sich oft die Beine abschrauben. Markieren Sie die Teile und bewahren Sie Schrauben in einem beschrifteten Beutel direkt am Möbelstück auf.
  • Stapeln und Ineinanderschieben: Stapelstühle so hoch wie sicher möglich stapeln. Sessel lassen sich oft platzsparend gegenüberstellen („verzahnen“).
  • Vertikal denken: Können Teile (wie Tischplatten) hochkant an die Wand gelehnt werden? Sichern Sie diese gegen Umfallen.

3. Der richtige Lagerort

Je nach Platzangebot gibt es drei Hauptoptionen:

A. Garage, Keller oder Dachboden (Ideal)

Dies sind die trockensten Orte.

  • Tipp: Lagern Sie die Möbel nicht direkt auf dem kalten Betonboden (Gefahr von aufsteigender Feuchtigkeit). Legen Sie Holzpaletten oder Styroporplatten unter.

B. Gartenhaus oder Schuppen (Gut)

Schützt vor direktem Wetter, kann aber feucht werden.

  • Tipp: Achten Sie auf eine gute Durchlüftung. Decken Sie die Möbel hier nur locker mit Vlies oder alten Laken ab, nicht mit luftdichten Plastikfolien.

C. Lagerung im Freien (Notlösung)

Wenn kein Innenraum zur Verfügung steht:

  • Schutzhüllen verwenden: Investieren Sie in hochwertige, atmungsaktive Schutzhüllen. Billige Planen fördern Kondenswasser und Schimmel.
  • Gefälle schaffen: Legen Sie einen Gegenstand (z.B. einen Eimer) unter die Plane auf die Tischmitte, damit Regenwasser abfließen kann und sich keine Wassersäcke bilden.
  • Abstand zum Boden: Stellen Sie die Möbelbeine auf Steine oder Holzklötze, damit sie nicht im nassen Laub oder im Schnee stehen.

4. Textilien separat lagern

Polster, Kissen und Sonnenschirme sollten niemals draußen oder in einem feuchten Schuppen bleiben.

  • Lagern Sie Textilien in Vakuumbeuteln. Das spart extrem viel Platz und schützt zu 100 % vor Feuchtigkeit, Motten und Gerüchen.
  • Diese Beutel können dann flach unter dem Bett oder oben auf dem Kleiderschrank verstaut werden.

5. Materialspezifische Tipps

  • Kunststoff & Polyrattan: Diese Materialien können bei starkem Frost spröde werden und brechen. Sie sollten idealerweise frostfrei gelagert werden.
  • Hartholz (Teak, Akazie): Ist sehr widerstandsfähig, neigt aber im Keller bei zu trockener Heizungsluft zu Rissen. Ein unbeheizter, aber trockener Raum ist hier optimal.
  • Metall: Aluminium ist unproblematisch; Schmiedeeisen sollte vor dem Winter auf Lackschäden kontrolliert werden, um Rost zu vermeiden.

Zusammenfassend: Der Schlüssel zum Erfolg liegt im Hochstellen (weg vom Boden), dem Zerlegen von Tischen und der Verwendung von atmungsaktiven Materialien statt luftdichtem Plastik.

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