Wie oft sollte eine Damenbinde gewechselt werden, um Infektionen vorzubeugen?
Um Infektionen, Hautirritationen und unangenehme Gerüche zu vermeiden, gibt es klare Empfehlungen für das Wechseln von Damenbinden:
Die Faustregel
Im Durchschnitt sollte eine Damenbinde alle 4 bis 8 Stunden gewechselt werden.
Faktoren, die die Häufigkeit beeinflussen:
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Stärke der Blutung:
- An starken Tagen (meist am Anfang der Periode) kann es notwendig sein, die Binde alle 2 bis 4 Stunden zu wechseln, damit sie nicht ausläuft und das Gefühl von Trockenheit erhalten bleibt.
- An leichten Tagen neigt man dazu, die Binde länger zu tragen. Aber Achtung: Auch wenn die Binde noch nicht „voll“ ist, sollten Sie sie nach spätestens 8 Stunden austauschen.
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Bakterienwachstum: Menstruationsblut ist organisch. Sobald es den Körper verlässt und mit der Luft sowie der Körperwärme in Kontakt kommt, vermehren sich Bakterien sehr schnell. Dies kann zu Infektionen (wie Scheidenpilz oder bakterieller Vaginose) und Hautreizungen führen.
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Feuchtigkeit und Reibung: Ein feuchtes Milieu begünstigt das Aufweichen der Haut im Intimbereich, was sie anfälliger für Keime macht.
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In der Nacht: Es ist völlig in Ordnung, eine Binde während der gesamten Schlafdauer (z. B. 7–8 Stunden) zu tragen. Wichtig ist jedoch, sie direkt vor dem Schlafengehen frisch einzulegen und sofort nach dem Aufstehen zu wechseln.
Weitere Tipps zur Infektionsprävention:
- Händewaschen: Waschen Sie sich vor und nach dem Wechseln der Binde gründlich die Hände, um keine Keime von den Händen in den Intimbereich zu übertragen.
- Atmungsaktive Materialien: Verwenden Sie nach Möglichkeit Binden ohne Plastikschicht oder Duftstoffe. Baumwollbinden oder Bio-Produkte fördern die Luftzirkulation und verhindern einen „Hitzestau“.
- Wischrichtung: Achten Sie beim Toilettengang immer darauf, von vorne nach hinten zu wischen, um keine Darmbakterien in die Scheide zu verschleppen.
- Reinigung: Reinigen Sie den Intimbereich während der Periode idealerweise nur mit warmem Wasser. Aggressive Seifen oder Intimsprays stören den natürlichen pH-Wert und können Infektionen eher fördern.
Wichtig: Wenn Sie Juckreiz, ein Brennen oder einen ungewöhnlich strengen Geruch bemerken, der auch nach dem Wechseln der Binde anhält, sollten Sie einen Frauenarzt oder eine Frauenärztin aufsuchen, um eine Infektion auszuschließen.