Wie oft muss ein Klimagerät gewartet werden, um die Bildung von Schimmel und Bakterien zu verhindern?

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Um die Bildung von Schimmel, Bakterien (wie Legionellen) und unangenehmen Gerüchen effektiv zu verhindern, gibt es unterschiedliche Intervalle für die Wartung – je nachdem, ob man die tägliche Nutzung oder die professionelle Inspektion betrachtet.

Hier ist der optimale Zeitplan:

1. Die Faustregel: Einmal pro Jahr (Profiservice)

Für private Haushalte ist eine gründliche Wartung durch einen Fachbetrieb einmal jährlich dringend zu empfehlen.

  • Zeitpunkt: Idealerweise im Frühjahr (vor Beginn der Kühlsaison), damit das Gerät sauber in den Dauerbetrieb geht.
  • Was der Profi macht: Desinfektion des Verdampfers, Reinigung der Kondensatwanne, Prüfung des Abflusses und Kontrolle des Kältemittelstands.

2. Wartung der Filter (Nutzeraufgabe): Alle 2 bis 4 Wochen

Die Staubfilter im Innengerät sind der Nährboden für Mikroorganismen.

  • Intervall: Während der aktiven Nutzung (Sommer) sollten Sie die Filter alle 2 bis 4 Wochen absaugen oder unter lauwarmem Wasser abspülen.
  • Warum: Ein verstaubter Filter hält Feuchtigkeit fest, was Schimmelbildung massiv beschleunigt.

3. Intensive Nutzung oder gewerbliche Räume: Zweimal pro Jahr

Wenn das Klimagerät auch als Heizung (Wärmepumpe) im Winter genutzt wird oder in Büros/Arztpraxen steht, sollte die Wartung zweimal jährlich erfolgen (einmal vor der Kühlperiode, einmal vor der Heizperiode).


Warum ist das so wichtig?

In einem Klimagerät entsteht Kondensat. Feuchtigkeit trifft auf Lamellen, an denen Staub und Pollen haften. Diese Kombination aus Wasser, Staub und Wärme ist der perfekte Nährboden für:

  • Schimmelpilze: Deren Sporen werden im Raum verteilt und können Allergien oder Asthma auslösen.
  • Bakterien: Besonders Legionellen können sich in stehendem Kondensatwasser vermehren.

3 Profi-Tipps, um Schimmelbildung zwischen den Wartungen zu verhindern:

  1. Die "Trockenlauf-Funktion" (Wichtigster Tipp!): Schalten Sie das Klimagerät nicht sofort komplett aus, wenn Sie den Raum verlassen. Stellen Sie ca. 15 Minuten vor dem Ausschalten nur den Ventilator-Modus (ohne Kühlung) ein. Dadurch trocknet der Verdampfer im Inneren ab. Feuchtigkeit, die im Gerät verbleibt, ist die Hauptursache für muffigen Geruch.
  2. Achten Sie auf Warnsignale: Wenn es beim Einschalten modrig oder "nach nassen Socken" riecht, ist bereits ein Biofilm (Bakterien/Schimmel) entstanden. In diesem Fall hilft nur noch eine chemische Desinfektion.
  3. Kondensatablauf prüfen: Schauen Sie gelegentlich nach, ob das Wasser draußen ungehindert abfließen kann. Stauwasser im Gerät führt sofort zu Keimbildung.

Zusammenfassend: Reinigen Sie die Filter selbst alle paar Wochen und lassen Sie einmal im Jahr einen Experten für die Tiefenreinigung und Desinfektion kommen. So bleibt die Luft hygienisch rein.

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