Wie lässt sich Haarbruch durch zu enge Haargummis vermeiden?
Haarbruch durch Haargummis entsteht meist durch punktuellen Druck, Reibung oder metallene Verbindungsteile, die die Schuppenschicht des Haares aufscheuern.
Hier sind die effektivsten Strategien, um Haarbruch zu vermeiden:
1. Die richtige Wahl des Haargummis
Verzichten Sie auf herkömmliche, dünne Gummibänder (besonders die mit Metallverschluss). Nutzen Sie stattdessen:
- Scrunchies (Stoff-Haargummis): Da sie mit Stoff (am besten Seide oder Satin) umhüllt sind, ist die Auflagefläche breiter. Das verteilt den Druck und minimiert die Reibung.
- Spiral-Haargummis (z. B. Invisibobble): Diese ähneln einem Telefonkabel. Sie verteilen den Druck unregelmäßig auf das Haar, wodurch keine tiefe „Einkerbung“ entsteht. Zudem halten sie oft auch lockerer sehr gut.
- Seiden-Haargummis: Echte Seide ist besonders glatt und verhindert, dass die Haarstruktur beim Abziehen aufgeraut wird.
2. Die Position variieren
Tragen Sie den Zopf nicht jeden Tag an der exakt gleichen Stelle. Wenn das Haargummi immer auf dieselbe Stelle drückt, wird das Haar dort mürbe und bricht schließlich ab.
- Wechseln Sie ab: Mal ein hoher Pferdeschwanz, mal ein tiefer Nacken-Zopf, mal ein seitlicher Flechtzopf.
3. Niemals im nassen Zustand binden
Haare sind im nassen Zustand extrem elastisch und empfindlich. Wenn Sie nasses Haar mit einem Gummi straff zusammenbinden, dehnt es sich. Beim Trocknen zieht es sich zusammen, was zu einer enormen Spannung führt und das Haar buchstäblich „abquetscht“.
- Regel: Haare erst vollständig trocknen lassen, bevor sie fest zusammengebunden werden.
4. Die „Zwei-Finger-Regel“ (Nicht zu fest ziehen)
Ein Zopf muss nicht „bombenfest“ sitzen. Je straffer er ist, desto mehr Zug lastet nicht nur auf den Haaren selbst, sondern auch auf den Haarwurzeln (was zu Haarausfall führen kann).
- Tipp: Binden Sie das Gummi nur so fest, dass es gerade eben hält. Wenn Sie den Kopf schütteln und es sich leicht bewegt, ist es perfekt für die Haargesundheit.
5. Alternativen zum Haargummi nutzen
Oft lässt sich die Frisur auch ohne klassischen Haargummi fixieren:
- Haarklammern / Claw Clips: Diese sind derzeit sehr modisch und deutlich schonender, da sie das Haar nur locker umschließen, anstatt es zusammenzupressen.
- Haarstäbe oder Haargabeln: Diese benötigen gar keinen Gummizug und halten Hochsteckfrisuren sehr sicher und druckfrei.
- Locker flechten: Ein locker geflochtener Zopf benötigt nur ganz unten am Ende ein (weiches) Gummi. Da die Haarspitzen robuster bzw. weniger bruchanfällig gegenüber Zug sind als die Längen am Hinterkopf, ist dies eine gute Schonvariante.
6. Vorsichtiges Lösen
Reißen Sie das Haargummi niemals hektisch aus dem Haar.
- Tipp: Wickeln Sie das Haargummi Schicht für Schicht vorsichtig ab, anstatt es einfach nach unten wegzuziehen. Wenn sich Haare darin verfangen haben, lösen Sie diese einzeln mit den Fingern.
7. Zusatz-Tipp: Pflege der „Sollbruchstelle“
Wenn Sie wissen, dass Sie oft Zopf tragen, stärken Sie die entsprechende Stelle mit einem Leave-in-Conditioner oder einem Tropfen Haaröl. Das macht das Haar geschmeidiger und lässt das Haargummi besser gleiten, sodass weniger Reibung entsteht.