Wie lassen sich Haarbruch und Spliss durch scharfe Kanten an Haarspangen vermeiden?

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Haarbruch und Spliss durch minderwertige Haarklammern sind ein häufiges Problem. Die Ursache sind meist unsauber verarbeitete Kanten (sogenannte „Gussnähte“), scharfe Metallfedern oder raue Oberflächen, die die Schuppenschicht des Haares aufreissen.

Hier sind die besten Strategien, um dieses Problem zu vermeiden:

1. Auf das Material achten: Acetat statt Billig-Plastik

Günstige Haarklammern werden meist in Massenform gegossen, wodurch scharfe Trennnähte an den Innenseiten entstehen.

  • Die Lösung: Achten Sie beim Kauf auf das Material Zellulose-Acetat. Diese Spangen werden meist aus Platten gefräst und von Hand poliert.
  • Der Vorteil: Sie haben keine Gussnähte, sind extrem glatt und gleiten sanft durch das Haar, ohne hängen zu bleiben.

2. Der „Gefühlstest“ beim Kauf

Fahren Sie vor dem Kauf mit der Fingerbeere über alle Innenkanten und Zinken der Spange.

  • Wenn Sie einen Widerstand spüren oder die Kante unangenehm kratzt, wird sie auch Ihre Haarstruktur schädigen.
  • Prüfen Sie besonders den Bereich um das Gelenk (die Feder). Hier verfangen sich Haare besonders oft und werden beim Öffnen herausgerissen.

3. DIY-Fix: Scharfe Kanten selbst glätten

Wenn Sie bereits Spangen haben, die eigentlich schön sind, aber scharfe Kanten besitzen, können Sie selbst nachhelfen:

  • Nagelfeile oder feines Schleifpapier: Feilen Sie die überstehenden Plastiknähte an den Zinken vorsichtig ab, bis alles glatt ist.
  • Klarlack-Trick: Wenn eine Stelle rau ist oder ein kleiner Riss im Material den Haarschaft aufscheuert, können Sie eine Schicht durchsichtigen Nagellack darüberstreichen. Das versiegelt die Stelle und macht sie glatt.

4. Metallspangen kritisch prüfen

Metallspangen sind oft besonders tückisch, da sie ausgestanzt werden.

  • Achten Sie auf abgerundete Enden.
  • Vermeiden Sie Spangen mit scharfen „Zähnen“ aus Metall.
  • Besser sind Modelle, die mit Stoff oder Silikon überzogen sind, da diese eine Schutzschicht zwischen Metall und Haar bilden.

5. Alternative Konzepte nutzen

Es gibt Haar-Accessoires, die konstruktionsbedingt weniger Schaden anrichten:

  • Invisibobble Waver: Diese bestehen aus einem Stück Kunststoff ohne Metallfeder und ohne scharfe Kanten.
  • Seiden-Scrunchies: Wenn Sie Haarbruch ganz vermeiden wollen, sind weiche Haargummis aus Seide oder Satin die sicherste Wahl.
  • Haarstäbe oder Haargabeln: Diese bestehen oft aus glatt poliertem Holz, Horn oder hochwertigem Kunststoff und kommen ganz ohne Mechanik aus.

6. Die richtige Anwendung

  • Nicht im nassen Haar: Haare sind im nassen Zustand deutlich dehnbarer und empfindlicher. Scharfe Kanten schneiden in nasses Haar viel tiefer ein als in trockenes.
  • Nicht zu fest klemmen: Wenn die Spange zu viel Haar fassen muss, entsteht enormer Druck auf die einzelnen Strähnen an den Kanten.
  • Vorsichtig lösen: Reißen Sie die Spange niemals hektisch aus dem Haar. Wenn sie hakt, öffnen Sie sie weit und lösen Sie die verfangenen Haare einzeln.

Zusammenfassend: Investieren Sie lieber in zwei oder drei hochwertige, handpolierte Spangen (oft erkennbar an Bezeichnungen wie „Handmade in France“ oder „Acetat“) statt in ein Großpack Billig-Clips. Ihr Haar wird es Ihnen durch weniger Frizz und gesündere Spitzen danken.

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