Wie lässt sich ein nasses Regencape unterwegs wieder platzsparend verpacken?

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Ein nasses Regencape unterwegs platzsparend zu verstauen, ist eine Herausforderung, da man einerseits das Volumen reduzieren und andererseits den Rest der Ausrüstung trocken halten möchte.

Hier sind die besten Strategien, unterteilt in Vorbereitung, Falttechnik und Verstauung:

1. Die Vorbereitung (Das Wichtigste zuerst)

Bevor du das Cape einpackst, muss so viel Wasser wie möglich weg:

  • Ausschütteln: Nimm das Cape an den Schultern und schüttle es kräftig aus. Das entfernt bei einer intakten Imprägnierung bis zu 80 % der Feuchtigkeit.
  • Abwischen: Wenn du ein kleines Mikrofasertuch dabei hast, wische kurz über die Oberfläche. Das verhindert, dass beim Zusammenrollen Wasser im Inneren eingeschlossen wird.

2. Die richtige Falt- und Rolltechnik

Falten führt oft zu Lufteinschlüssen (der „Aufblas-Effekt“). Rollen ist effektiver:

  1. Flach hinlegen/halten: Lege das Cape (sofern möglich) kurz flach hin oder halte es glatt.
  2. Ärmel und Kapuze nach innen: Schlage die Seiten und die Kapuze so ein, dass ein langer, gleichmäßiger Streifen entsteht.
  3. Die „Burrito-Rolle“: Rolle das Cape von unten nach oben (oder von der Kapuze nach unten) so eng wie möglich auf. Drücke dabei während des Rollens kontinuierlich die Luft heraus.
  4. Fixierung: Wenn das Cape eine integrierte Packtasche hat, nutze sie. Falls nicht, hilft ein einfacher Haushaltsgummi oder ein Klettband, um die Rolle kompakt zu halten.

3. Wohin mit dem nassen Paket?

Hier gibt es zwei Ansätze, je nachdem, wie viel Platz du im Rucksack hast:

  • Option A: Das Netzfach (Außen) – Die beste Lösung Fast jeder Wanderrucksack hat ein elastisches Netzfach an der Vorderseite. Stopfe das Cape dort hinein.
    • Vorteil: Das restliche Equipment im Rucksack bleibt trocken und das Cape kann durch den Fahrtwind/Luftzug bereits leicht vortrocknen.
  • Option B: Der „Dry-Bag“ (Innen) Wenn du das Cape im Rucksack verstauen musst, nutze einen kleinen, wasserdichten Packsack (Dry-Bag) oder zur Not einen Gefrierbeutel mit Ziploc.
    • Wichtig: Drehe das Cape beim Einrollen so, dass die nasse Seite nach innen zeigt. So verhinderst du, dass beim Öffnen des Beutels sofort alles andere nass gespritzt wird.
  • Option C: Außenbefestigung Nutze Kompressionsriemen oder Gummizüge am Rucksack, um die Rolle außen zu fixieren.

4. Ein Geheimtipp: Die „Duschhauben-Methode“

Sollte dein Regencape sehr dünn sein (Poncho-Stil), kannst du es auch einfach grob zusammenknüllen und in die eigene Kapuze stopfen. Die Kapuze dient dann als kleiner Beutel. Das ist nicht die allerschönste Methode, geht aber unterwegs am schnellsten.

5. Ganz wichtig nach der Tour:

Egal wie platzsparend du es verpackt hast: Sobald du am Ziel oder zu Hause bist, musst du das Cape sofort auspacken und zum Trocknen aufhängen.

  • Eingepackte nasse Capes fangen bereits nach wenigen Stunden an zu müffeln (Stockflecken-Gefahr).
  • Die Feuchtigkeit kann die Beschichtung/Membran auf Dauer schädigen.

Zusammenfassung für unterwegs: Ausschütteln → zum Streifen falten → eng rollen → ab ins Außennetz oder in einen separaten Plastikbeutel.