Wie lässt sich ein Heftpflaster möglichst schmerzfrei und hautschonend entfernen?

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Das Entfernen eines Heftpflasters kann besonders auf behaarten Stellen oder bei empfindlicher Haut unangenehm sein. Hier sind die besten Methoden und Tipps, um ein Pflaster schmerzfrei und hautschonend zu lösen:

1. Der Trick mit Öl oder Fett (Beste Methode)

Pflasterkleber ist meist fettlöslich. Dies ist die sanfteste Methode:

  • Anwendung: Tränken Sie den Rand und die Oberfläche des Pflasters mit Babyöl, Olivenöl oder einer fetthaltigen Creme.
  • Einwirken: Lassen Sie es 2 bis 5 Minuten einwirken. Das Öl kriecht unter den Kleber und löst die Verbindung zur Haut.
  • Entfernen: Das Pflaster lässt sich danach fast von selbst und ohne Ziehen abheben.

2. Wärme und Feuchtigkeit

  • Warmes Wasser: Ein warmes Bad oder ein nasser, warmer Waschlappen weicht das Pflaster (sofern es nicht wasserfest ist) auf. Die Wärme macht zudem den Kleber geschmeidiger.
  • Wasserdampf: Auch der Dampf unter der Dusche hilft, die Haftung zu lockern.

3. Professionelle Pflasterlöser

In der Apotheke gibt es spezielle Pflasterlöser-Sprays oder -Tücher (oft auf Silikonbasis).

  • Diese Sprays neutralisieren den Klebstoff innerhalb von Sekunden.
  • Besonders empfehlenswert für Menschen mit sehr dünner "Pergamenthaut" oder für Kinder.

4. Die richtige Zug-Technik

Wenn Sie das Pflaster ohne Hilfsmittel abziehen müssen, kommt es auf den Winkel an:

  • Flacher Winkel: Ziehen Sie das Pflaster nicht nach oben (im 90-Grad-Winkel) weg. Das dehnt die Haut unnötig.
  • Parallel zur Haut: Ziehen Sie das Pflaster ganz flach, quasi "über sich selbst" zurück, in Richtung des Haarwuchses.
  • Haut fixieren: Drücken Sie mit der freien Hand die Haut direkt neben dem Pflaster fest nach unten, während Sie ziehen. Das stabilisiert das Gewebe.

5. Alkohol oder Desinfektionsmittel

  • Ein mit Reinigungsalkohol oder Desinfektionsspray getränkter Wattebausch kann den Kleber ebenfalls lösen.
  • Achtung: Dies kann auf der Wunde brennen und die Haut austrocknen. Nur am Pflasterrand verwenden, nicht direkt auf der Wunde.

Was tun, wenn das Pflaster an der Wunde klebt?

Sollte das Pflaster direkt mit dem Wundschorf verklebt sein, ziehen Sie niemals mit Gewalt, da sonst die Wunde wieder aufreißt:

  1. Tränken Sie das Pflaster mit isotonischer Kochsalzlösung (aus der Apotheke) oder zur Not mit abgekochtem, lauwarmem Wasser.
  2. Warten Sie, bis der Schorf aufgeweicht ist, und lösen Sie es dann ganz langsam.

Tipps zur Vorbeugung:

  • Haare entfernen: Bei stark behaarten Stellen ist es sinnvoll, die Stelle vor dem Bekleben vorsichtig zu rasieren.
  • Sensitive Pflaster: Verwenden Sie bei empfindlicher Haut spezielle "Sensitive"-Pflaster oder Silikon-Pflaster. Diese haben eine geringere Klebkraft und lassen sich leichter lösen.
  • Sprühpflaster: Bei kleinen Schürfwunden kann ein Sprühpflaster eine Alternative sein, das sich nach einiger Zeit von selbst abnutzt.

Wichtig: Nach dem Entfernen des Pflasters die Klebereste vorsichtig mit etwas Öl abwischen und die Haut mit einer milden Lotion pflegen.